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Strom- und Gasstatistik: Juni 2021

Strom: Verbrauchszuwachs im Juni 2021 +8,4%, Windkraftwerke weniger im Einsatz (-43,5%)
Gas: Verbrauchssteigerung im Juni 2021 +4,5%, Gasspeicher zu 29,8% gefüllt


Strom:
Der Inlandsstromverbrauch im Bereich der Gesamten Elektrizitätsversorgung Österreichs stieg im Juni 2021 um 0,4 TWh bzw. 8,4% im Vergleich zum Vorjahr auf 5,5 TWh. Erzeugungsseitig kamen die Laufkraftwerke verstärkt zum Einsatz (+0,2 TWh oder 8,9%). Die Speicherkraftwerke kamen mit 1,6 TWh um 0,1 TWh bzw. 5,8% mehr zum Einsatz. Insgesamt stieg die Stromerzeugung aus Wasserkraft nach einer Steigerung um 0,5 TWh bzw. 12,6% im Vormonat im Juni um 0,3 TWh oder 7,8%. Die Windkraftwerke kamen nach Steigerungen in den beiden Vormonaten im Juni hingegen um 0,3 TWh bzw. 43,5% weniger zum Einsatz.

Der Einsatz der Wärmekraftwerke (im Wesentlichen Gaskraftwerke) stieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,04 TWh oder 5,4%.
 
Insgesamt stieg die Erzeugung nach kontinuierlichen Rückgängen im ersten Quartal zum dritten Mal in Folge an, wobei im Juni eine Steigerung um 0,2 TWh oder 2,9% auf 6,5 TWh zu verzeichnen war.
 
Die Importe betrugen im Juni 1,2 TWh und waren im Vorjahresvergleich erneut rückläufig (-0,05 TWh bzw. -4,2%), die Exporte sanken ebenfalls (-0,2 TWh bzw. -11,6%). Die Nettoexporte lagen bei 0,6 TWh.
 
Leistungsmäßig ergab sich am 3. Mittwoch im Juni für die Gesamte Elektrizitätsversorgung eine Spitzenlast von 9,6 GW. Alleine im Öffentlichen Netz lag der Spitzenverbrauch auf Stundenbasis bei 8,2 GW (Endverbrauch plus Netzverluste aber ohne Pumpspeicherung). Endverbraucher fragten am 24.6. um 11.30-11.45 Uhr (also auf 15-min Basis) eine maximale Abgabe von 8,7 GW nach, das sind 819 MW weniger als der Maximalwert am dritten Mittwoch.

Weitere interessante Daten zur Elektrizitätsversorgung finden Sie hier.


Gas:
Die Abgabe an Endkunden stieg im Juni 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 TWh oder 4,5% auf 4 TWh. Die inländische Produktion sank wie bereits im gesamten bisherigen Jahr 2021 auch im Juni (-0,01 TWh bzw. 0,8%). Die Speicherentnahme war mit einem Rückgang um -1 TWh bzw. -58,9% zum ersten Mal in diesem Jahr rückläufig, die Einspeicherung stieg um 2 TWh oder 30,4%. Die Importe waren bereits den fünften Monat in Folge rückläufig (-5,4 TWh bzw. -12,1%), die Exporte sanken ebenfalls (-8,5 TWh bzw. -23,6%).
 
Der Speicherinhalt stieg zum ersten Mal seit Oktober 2020 und wies einen Füllungsgrad von 29,8% auf (+8,4% im Vergleich zum Vormonat, aber 59,9%-Punkte weniger als im Vorjahr), was einem Speicherinhalt von 28,5 TWh entspricht.
 
Gestiegene Einspeicherungen und geringere Speicherentnahmen haben zu insgesamt 3,1 TWh weniger verfügbarem Gas geführt, die durch höhere Nettoimporte (+3,1 TWh) kompensiert wurden.

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