Der Ausstellungsprozess von Herkunftsnachweisen

Laut Ökostromgesetz hat der Netzbetreiber auf Verlangen des Anlagenbetreibers den Herkunftsnachweis auszustellen. Das Gesetz enthält jedoch keine Regelungen über die Form des Herkunftsnachweises (auf Papier, elektronisch). Um ein einheitliches System zu garantieren und damit zu hohe Personal- und Infrastrukturkosten zu vermeiden, wird diese zentrale Herkunftsnachweisdatenbank der österreichischen Energiewirtschaft zur Verfügung gestellt.

Die Herkunftsnachweisdatenbank ist ein für alle Marktteilnehmer offenes und für Netzbetreiber freiwilliges Instrument, um die Herkunftsnachweise einheitlich und nach transparenten Kriterien zu erstellen. Sie vereinfacht die Informationsweitergabe über die gesamte Prozesskette (vom Produzenten bis zum Kunden) und stellt somit ein elektronisches Informationsmanagementsystem dar.

In der Herkunftsnachweisdatenbank wird gemäß Ökostromgesetz zwischen geförderten Anlagen (wie Kleinwasserkraft, Biomasse, Wind, Photovoltaik, etc.) und nicht geförderten Anlagen (wie Großwasserkraft, Klärschlamm, Ablaugen, etc.), die aber laut EU-Richtlinie ebenfalls erneuerbare Energie darstellen, unterschieden.

Die Daten für die geförderten Ökostromanlagen werden vom Ökobilanzgruppenverantwortlichen (Öko-BGV) in die Datenbank eingepflegt und die Herkunftsnachweise werden gemäß den Bestimmungen des Ökostromgesetzes automatisiert an die Händler verteilt. Bei nicht geförderten Anlagen kann der Netzbetreiber die Datenbank nutzen, um die Herkunftsnachweise auszustellen, welche anschließend innerhalb der Datenbank auch an jene Lieferanten oder Händler weitergegeben werden können, welche den Strom vom Anlagenbetreiber abnehmen.

Nähere Informationen zur technischen Umsetzung finden Sie unter Präsentationen bzw. unter Downloads.
Schematische Darstellung.