Presseaussendungen 2017

 

E-Control: Durchschnittliche Stromausfallsdauer 2016 erneut gesunken

Österreicher im vergangenen Jahr durchschnittlich rund 24 Minuten ohne Strom – Ausfallsdauer um drei Minuten niedriger als im Vorjahr

 

E-Control: Durchschnittliche Stromausfallsdauer 2016 erneut gesunken (0,2 MB)

  • Österreicher im vergangenen Jahr durchschnittlich rund 24 Minuten ohne Strom – Ausfallsdauer um drei Minuten niedriger als im Vorjahr

Österreichische Stromkunden hatten 2016 wegen ungeplanter Stromausfälle im Schnitt rund 24 Minuten keinen Strom. Das besagt die neue Ausfall- und Störungsstatistik des Energieregulators E-Control. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Ausfallsdauer um drei Minuten gesunken, 2015 betrug sie rund 27 Minuten. „Die Zuverlässigkeit der Stromversorgung konnte neuerlich verbessert werden“, betont E-Control-Vorstand Andreas Eigenbauer. „Zwar wird die Stabilisierung des Stromnetzes durch die stark schwankende Erzeugung aus Sonnen- und Windstrom immer herausfordernder, die Kunden erhalten aber trotzdem verlässlich ihren Strom.“ Angesichts der Herausforderungen in diesem Winter, wo ein massiver Einsatz von Gaskraftwerken und hohe Importe die Versorgung bereitstellten, sei die weiter gesunkene Stromausfallsdauer „ein beachtliches Ergebnis“, betont Eigenbauer. „Die schweren Unwetter vergangenes Wochenende und die langanhaltenden Stromausfälle in Kärnten und Tirol haben einmal mehr gezeigt, wie wichtig Versorgungssicherheit ist. Von diesen punktuellen schwerwiegenden Störungen abgesehen, ist das Gesamtbild der österreichischen Stromversorgung aber sehr gut.“

Witterung häufigste Ursache für ungeplante Stromausfälle

Häufigste Ursache für ungeplante Stromausfälle waren im vergangenen Jahr natur- und witterungsbedingte Ereignisse etwa Gewitter oder Sturm. Am zweithäufigsten wurden ungeplante Ausfälle durch netzbetreiberinterne Vorgänge, wie etwa Trafoausfälle, Alterung oder Überlastung von Anlagen, ausgelöst. Die meisten Ausfälle gab es im April, Juni und Juli 2016 wegen atmosphärischen Einwirkungen wie Gewitter oder Sturm, die wenigsten im Oktober.

Weniger Versorgungsunterbrechungen

Für 2016 meldeten die Stromnetzbetreiber insgesamt 15.994 Versorgungsunterbrechungen, das sind um knapp 200 weniger als im Jahr zuvor. Rund die Hälfte der Stromunterbrechungen waren geplante Unterbrechungen, etwa aufgrund von Wartungsarbeiten, die den Kunden vorher angekündigt wurden. Die andere Hälfte war ungeplant, etwa aufgrund von Gewitter. Die gesamte Nicht-Verfügbarkeit durch Stromausfälle (also geplante und ungeplante Unterbrechungen zusammen) lag im vergangenen Jahr bei 37,91 Minuten (2015: 42,31 Minuten).

Österreich im EU-Vergleich weiterhin sehr gut

„Im europäischen Vergleich liegen wir nach wie vor im sehr guten oberen Bereich“, betont E-Control-Vorstand Wolfgang Urbantschitsch. „Die österreichischen Netzbetreiber machen eine sehr gute Arbeit. Alle Kunden können darauf vertrauen, dass sie zuverlässig und in hoher Qualität mit Strom versorgt werden.“ So hatten 2014 – neuere Zahlen für alle Länder liegen noch nicht vor – beispielsweise die Niederlande eine Stromausfallsdauer von im Schnitt 23,2 Minuten, Frankreich 50,2 Minuten, Italien 94 Minuten und Tschechien 120,89 Minuten.

Kundengewichteter Indikator seit 2012 maßgeblich

Die E-Control erhebt seit 2003 sowohl den in Europa üblichen Indikator SAIDI als auch den Indikator ASIDI. Seit dem Berichtsjahr 2012 verwendet die E-Control den international anerkannten kundengewichteten Indikator SAIDI als maßgeblichen Wert. Dieser Wert stellt den Kunden in den Mittelpunkt. Die Ausfallsdauer bezieht sich darauf, wie lange ein Kunde im Durchschnitt keinen Strom hatte.

Ausfall- und Störungsstatistik für das Berichtsjahr 2016: https://www.e-control.at/statistik/strom/statistik-fuer-versorgungsqualitaet/stoerungsstatistik

Pressefotos vom E-Control-Vorstand (für Medienzwecke honorarfrei): http://press.e-control.at/Media.aspx


 

E-Control: Im ersten Halbjahr meisten Strom- und Gaswechsel seit der Liberalisierung

Mehr als 205.000 Strom- und Gaskunden suchten sich in der ersten Jahreshälfte einen neuen Energielieferanten – Höchster Halbjahreswert seit der Liberalisierung 2001 – Um knapp ein Viertel mehr Wechsler als im Vorjahr

 

E-Control: Im ersten Halbjahr meisten Strom- und Gaswechsel seit der Liberalisierung (0,1 MB)

  • Mehr als 205.000 Strom- und Gaskunden suchten sich in der ersten Jahreshälfte einen neuen Energielieferanten – Höchster Halbjahreswert seit der Liberalisierung 2001 – Um knapp ein Viertel mehr Wechsler als im Vorjahr

Wien (16. August 2017) – Mehr als 205.000 Strom- und Gaskunden – sowohl Haushalte als auch Unternehmen – haben heuer in der ersten Jahreshälfte ihren Lieferanten gewechselt, wie aus der neuen Marktstatistik der Energieregulierungsbehörde E-Control hervorgeht. „Das sind höchsten Werte seit der Liberalisierung der Strom- und Gasmärkte 2001 und 2002. Damit wurde eine neue Bestmarke aufgestellt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum haben um mehr als ein Viertel mehr Kunden gewechselt“, sagt E-Control Vorstand, Wolfgang Urbantschitsch. Bei Strom stieg die Zahl der Wechsler im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 32.000 auf heuer rund 158.000 Kunden (darunter 125.000 Haushalte). Bei Gas erhöhten sich die Wechsler um rund 9.000 auf insgesamt 47.000 (davon 44.000 Haushalte). Die Wechselraten betrugen im heurigen Halbjahr bei Strom 2,6 Prozent, bei Gas 3,5 Prozent. Mit 205.000 Strom- und Gasanbieterwechseln wurden die bisher höchsten Wechselzahlen im ersten Halbjahr 2014, als sich rund 204.000 einen neuen Strom- und Gasanbieter suchten, nochmals übertroffen.

Weniger Energie verbrauchen, spart am nachhaltigsten

Neben dem Wechsel zu einem günstigeren Strom- und Gasanbieter, spart vor allem der sorgsamere Umgang mit Energie viel Geld. „Am nachhaltigsten sparen Haushalte, wenn sie überhaupt weniger Energie verbrauchen. Wer seinen Strom- und Gasverbrauch reduziert, kann sein Haushaltsbudget spürbar entlasten“, sagt E-Control-Vorstand Andreas Eigenbauer. Bei Strom spart das Vermeiden von Stand-By-Verbräuchen oder der energieeffiziente Einsatz bestehender Geräte, etwa das Waschen der Wäsche mit niedrigeren Temperaturen, bis hin zum Austausch alter Geräte durch neue, energiesparende, rund 100 Euro pro Jahr bei den Energiekosten. Bei den derzeit heißen Temperaturen überlegen viele Personen den Kauf einer Klimaanlage. „Diese können bei häufigem Gebrauch aber hohe Stromkosten verursachen“, sagt Eigenbauer. Hilfreich ist es, die Hitze gar nicht erst in die Wohnung oder ins Büro kommen zu lassen. Eine Verschattung, vor allem von südwärts gelegenen Fenstern, vermeidet übermäßiges Aufheizen der Räume. Dabei ist eine Jalousie oder eine Markise vor dem Fenster am effektivsten.

Geld durch Anbieterwechsel sparen

Ein Durchschnittshaushalt mit einem Jahresstromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden spart sich mit dem Wechsel vom angestammten Versorger zum günstigsten Anbieter im ersten Jahr zwischen 200 Euro inklusive Neukundenrabatt in Salzburg und 330 Euro in Oberösterreich. Ohne Neukundenrabatt liegt die Ersparnis zwischen 90 Euro (Salzburg) und 220 Euro in Oberösterreich. Wer mit Gas heizt oder kocht, kann aufgrund des höheren Verbrauchs (im Schnitt 15.000 Kilowattstunden bei einem Durchschnittshaushalt) bei einem Wechsel deutlich mehr sparen als bei Strom. Ein Gaslieferantenwechsel spart zwischen 420 Euro inklusive Neukundenrabatt in Tirol und 700 Euro in Klagenfurt  bzw. ohne Neukundenrabatt 130 Euro in Tirol und 330 Euro in Linz.

Gewechselt wird nur der Lieferant, Netzbetreiber bleibt

Der Wechsel selbst geht schnell und unkompliziert und kann bei den meisten Lieferanten mittlerweile bequem online erledigt werden. Ihren günstigsten Lieferanten für Strom und Gas finden Konsumenten online mit dem Preisrechner der E-Control (www.e-control.at/tarifkalkulator). Mit einem einfachen Klick kann man sich die Ersparnis ohne einmaligen Neukundenrabatt anzeigen lassen. Für den Wechsel genügt das Ausfüllen eines Formulars beim neuen Lieferanten. Den Rest erledigt der neue Lieferant. Gewechselt wird nur der Lieferant, der Netzbetreiber bleibt abhängig vom Wohnort immer derselbe. Der Wechsel ist kostenlos, Strom- und Gaszähler sowie alle Leitungen bleiben unverändert bestehen. Wer keinen Internetzugang hat, kann sich telefonisch an die Energie-Hotline der E-Control wenden (0810 10 25 54 zum Tarif von 0,044 Euro/Minute).

Oberösterreicher wechselten Strom- und Gaslieferanten am häufigsten

Am häufigsten wechselten ihren Strom- bzw. Gaslieferanten im ersten Halbjahr im Verhältnis zur Kundenanzahl die Oberösterreicher, am seltensten die Vorarlberger. In Oberösterreich wechselten bei Strom 3,7 Prozent bzw. 37.800 Kunden, bei Gas 5,6 Prozent (8.100 Kunden). Am zweihäufigsten wechselten die Kärntner mit 3,1 Prozent bei Strom (12.000 Kunden), bei Gas waren es 4,3 Prozent (600 Kunden). Am dritthäufigsten wechselten ihren Stromlieferanten die Wiener mit drei Prozent (45.700 Kunden), bei Gas waren die Steirer mit 4,1 Prozent (2.800 Kunden) die drittfleißigsten Wechsler. Alle anderen Bundesländer blieben sowohl bei Strom als auch bei Gas unter dem Österreichschnitt. Das Bundesland mit der geringsten Wechselbereitschaft war Vorarlberg mit einer Wechselrate bei Strom von 0,9 Prozent, bei Gas waren es 1,3 Prozent.

 

Preisvergleichsrechner der E-Control für Strom und Gas: www.e-control.at/tarifkalkulator

Details zu den Anbieterwechselzahlen:

Strom: https://www.e-control.at/statistik/strom/marktstatistik/verbraucherverhalten_versorgerwechsel

Gas: https://www.e-control.at/statistik/gas/marktstatistik/verbraucherverhalten_versorgerwechsel

Video: Energielieferantenwechsel erklärt https://youtu.be/HDUQipPSu84

E-Control: Mehr als 24.000 Unternehmen wechselten im ersten Quartal ihren Strom- oder Gaslieferanten

Rund 24.300 Betriebe suchten sich heuer in den ersten drei Monaten einen neuen Strom- und Gasanbieter. Wechsel spart bei Strom 7.700 Euro, bei Gas 11.700 Euro

Wien (10. Juli 2017) – Rund 24.300 Unternehmen haben in den ersten drei Monaten des heurigen Jahres ihren Strom- oder Gaslieferanten gewechselt. Bei Strom wechselten mit über 22.000 Unternehmen (Wechselrate 1,9 Prozent) um über 1.400 Betriebe mehr wie im ersten Quartal 2016. Bei Gas wechselten rund 2.300 Firmen (Wechselrate 2,9 Prozent) und damit etwas weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, als mehr als 2.400 Betriebe auf einen neuen Gaslieferanten umgestiegen sind. „Vom kleinen Frisör- bis hin zum großen Industriebetrieb suchten sich viele Unternehmen einen günstigeren Anbieter“, sagt E-Control-Vorstand Wolfgang Urbantschitsch zu den Zahlen aus der Marktstatistik der Energieregulierungsbehörde. Bei den Haushalten suchten sich in den ersten drei Monaten insgesamt rund 93.100 einen neuen Strom- oder Gaslieferanten (Strom: 69.300, Gas: 23.800).

Wechsel spart Gewerbebetrieb bei Strom bis zu 7.700 Euro, bei Gas 11.700 Euro

Einem Gewerbebetrieb mit einem Jahresverbrauch von 100.000 Kilowattstunden Strom spart der Wechsel vom regionalen Versorger zum günstigsten Anbieter 7.700 Euro im ersten Jahr inklusive Neukundenrabatt. Bei Gas spart ein Unternehmen mit einem jährlichen Gasverbrauch von 400.000 Kilowattstunden der Wechsel zum günstigsten Lieferanten bis zu 11.700 Euro. Kleine und mittlere Unternehmen können ihren Strom- und Gaspreis einfach und schnell online mit dem Gewerbe-Tarifkalkulator der E-Control (www.e-control.at/gewerbe-tarifkalkulator) vergleichen. Gewechselt wird nur der Lieferant, der Netzbetreiber, der unter anderem für Netz und Zähler verantwortlich ist, bleibt abhängig vom Firmenstandort immer derselbe.

Potenzial bei Unternehmen, um Energieverbrauch zu senken

Am nachhaltigsten sparen Unternehmen, wenn sie überhaupt weniger Energie verbrauchen. „Gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen gibt es viel Potenzial, um den Energieverbrauch zu senken. Wer durch Effizienzmaßnahmen seinen Verbrauch reduziert, kann von dauerhaft niedrigeren Betriebskosten profitieren“, sagt E-Control-Vorstand Andreas Eigenbauer.

Die Wechselzahlen im Detail:

Strom: https://www.e-control.at/statistik/strom/marktstatistik/verbraucherverhalten_versorgerwechsel

Gas: https://www.e-control.at/statistik/gas/marktstatistik/verbraucherverhalten_versorgerwechsel

Spritpreisrechner: Wie Urlauber durch schlaues Tanken Geld sparen können

Sommerferienbeginn - Spritpreisrechner hilft auf langen Fahrten Treibstoffkosten sparen - Aktuelle Informationen über die günstigsten Tankstellen der Bundesländer und Bezirke lassen die Kosten für Ben

Sommerferienbeginn - Spritpreisrechner hilft auf langen Fahrten Treibstoffkosten sparen - Aktuelle Informationen über die günstigsten Tankstellen der Bundesländer und Bezirke lassen die Kosten für Benzin, Diesel sowie Erdgas sinken und entlasten damit das Urlaubsbudget

Am 1. Juli beginnen die Sommerferien in Wien, Niederösterreich sowie im Burgenland. Die E-Control empfiehlt Urlaubern, die sich mit dem Auto auf die Reise zum Urlaubsziel machen, die Nutzung des Spritpreisrechners (www.spritpreisrechner.at). Dieser wird von der E-Control im Auftrag des Wirtschaftsministeriums betrieben und hilft mittels Preisvergleich die günstigsten Tankstellen zu finden und so Treibstoffkosten zu sparen.

„Gerade Familien, die mit dem Auto lange Strecken zum Reiseziel zurücklegen und daher einen hohen Treibstoffverbrauch haben, profitieren vom Gebrauch des Spritpreisrechners. Dieser hilft, die günstigsten Tankstellen anzusteuern und so das Urlaubsbudget zu entlasten“ sagt Wolfgang Urbantschitsch, Vorstand der E-Control.

„Fahrern von Erdgasautos empfehlen wir auf Reisen nach Südost-Europa noch in Österreich zu tanken. CNG-Stationen sind in ganz Österreich flächendeckend vorhanden - in Südost-Europa ist das CNG-Tankstellennetz jedoch nur mangelhaft ausgebaut. Mit dem Spritpreisrechner lassen sich die günstigsten CNG-Tankstellen problemlos finden“ erklärt Andreas Eigenbauer, Vorstand der E-Control.

 

Spritpreisrechner – ein einfach zu bedienendes Tool

Der Spritpreisrechner ist einfach zu bedienen und liefert sofort Ergebnisse. Nach Eingabe einer Straße mit Postleitzahl oder Ortsnamen genügt es, eine Auswahl zwischen Diesel, Benzin oder CNG Erdgas zu treffen, dann erhält der User auch schon die zehn Tankstellen in seiner Nähe. Diese werden einerseits optisch in einer Landkarte übersichtlich dargestellt, andererseits aber auch in einer Liste angezeigt, wobei aus wettbewerbsrechtlichen Gründen nur die günstigsten fünf Tankstellen mit Preisen versehen sind. Darüber hinaus werden praktische Tipps zum möglichst spritsparenden Fahren angeboten.

E-Control: Mehr als 117.000 Haushalte und Unternehmen wechselten im ersten Quartal ihren Strom- oder Gaslieferanten

Wien (16. Juni 2017) – Rund 117.400 Haushalte und Unternehmen haben in den ersten drei Monaten des heurigen Jahres ihren Strom- oder Gaslieferanten gewechselt. Das geht aus der aktuellen Marktstatistik der Regulierungsbehörde E-Control hervor. Den Stromanbieter wechselten von Anfang Jänner bis Ende März 91.300 Kunden, darunter 69.300 Haushalte. Einen neuen Gaslieferanten suchten sich mehr als 26.100 Kunden, darunter 23.800 Haushalte. Die Wechselrate der Haushalte und Unternehmen betrug bei Strom 1,5 Prozent, bei Gas 1,9 Prozent. „Die Zahl der Strom- und Gaswechsler hat im ersten Quartal neuerlich zugenommen“, betont Wolfgang Urbantschitsch, Vorstand der E-Control. Im Vergleich zum ersten Quartal 2016 ist die Zahl der Wechsler um rund ein Viertel (24,6 Prozent) gestiegen. Damals haben 94.200 Haushalte und Unternehmen ihren Strom- oder Gaslieferanten gewechselt.

Günstigerer Preis ist Hauptmotiv für Wechsel

„Die erzielbaren Ersparnisse sind das Hauptmotiv für einen Wechsel“, verweist Urbantschitsch auf eine Peter-Hajek-Umfrage von Februar, die repräsentativ für ganz Österreich ist. Für 80 Prozent der befragten Haushalte, die ihren Strom- oder Gaslieferanten wechselten, war der günstigere Preis beim neuen Lieferanten der Grund für den Wechsel. Derzeit spart sich ein durchschnittlicher Haushalt bei einem Wechsel vom angestammten Versorger zum günstigsten Stromlieferanten zwischen 200 und 440 Euro inklusive Wechselrabatt im ersten Jahr, bei Gas zwischen 440 und 680 Euro inklusive Wechselrabatt.

Oberösterreicher wechselten Strom- und Gaslieferanten am häufigsten

Im Verhältnis zur Bevölkerungszahl wechselten in den ersten drei Monaten die Oberösterreicher am häufigsten ihre Strom- oder Gasanbieter: 2,1 Prozent der Oberösterreicher suchten sich einen neuen Stromanbieter (21.600 Kunden) und 2,8 Prozent einen neuen Gaslieferanten (4.000 Kunden). Am zweithäufigsten wechselten die Kärntner (Strom: 1,8 Prozent bzw. 7.000 Kunden, Gas: 2,5 Prozent bzw. 350 Kunden), gefolgt von den Steirern (Strom: 1,5 Prozent bzw. 14.500, Gas: 2,5 Prozent bzw. 1.700). Am seltensten wechselten ihren Strom- und Gaslieferanten die Vorarlberger.

Gewechselt wird nur der Lieferant, Netzbetreiber bleibt

Der Wechsel selbst geht schnell und unkompliziert und kann bei den meisten Lieferanten mittlerweile bequem online erledigt werden. Ihren günstigsten Lieferanten für Strom und Gas finden Konsumenten online mit dem Preisrechner der E-Control (www.e-control.at/tarifkalkulator). Mit einem einfachen Klick kann man sich die Ersparnis ohne einmaligen Neukundenrabatt anzeigen lassen. Für den Wechsel genügt das Ausfüllen und Abschicken eines Formulars beim neuen Lieferanten. Den Rest erledigt der neue Lieferant. Gewechselt wird nur der Lieferant, der Netzbetreiber bleibt abhängig vom Wohnort immer derselbe. Der Wechsel ist kostenlos, Strom- und Gaszähler sowie alle Leitungen bleiben unverändert bestehen.

Weniger Energie verbrauchen, spart am nachhaltigsten

Am nachhaltigsten sparen Haushalte, wenn sie überhaupt weniger Energie verbrauchen. „Wer seinen Strom- und Gasverbrauch reduziert, kann sein Haushaltsbudget spürbar entlasten“, sagt E-Control-Vorstand Andreas Eigenbauer. „Die Wärmedämmung eines Mehrfamilienhauses mit Fenstertausch bringt eine Ersparnis von etwa 200 Euro im Jahr.“ Bei Strom spart das Vermeiden von Stand-By-Verbräuchen oder der energieeffiziente Einsatz bestehender Geräte, etwa das Waschen der Wäsche mit niedrigeren Temperaturen, bis hin zum Austausch alter Geräte durch neue, energiesparende, weitere rund 100 Euro pro Jahr bei den Energiekosten.

Details zu den Anbieterwechselzahlen im ersten Quartal 2017:

Strom: https://www.e-control.at/statistik/strom/marktstatistik/verbraucherverhalten_versorgerwechsel

Gas:https://www.e-control.at/statistik/gas/marktstatistik/verbraucherverhalten_versorgerwechsel

E-Control: Spritpreisrechner: Günstig Tanken zu Pfingsten – so funktioniert es!

Zu Pfingsten rollt die Reisewelle. Verzögerungen und Staus können dabei den Treibstoffverbrauch erhöhen. Ein Preisvergleich mit dem Spritpreisrechner lohnt sich daher gerade jetzt.

Zu Pfingsten rollt die Reisewelle. Verzögerungen und Staus können dabei den Treibstoffverbrauch erhöhen. Ein Preisvergleich mit dem Spritpreisrechner lohnt sich daher gerade jetzt - er liefert aktuelle Informationen über die günstigsten Tankstellen der Bundesländer und Bezirke und hilft dabei, die Urlaubskasse zu entlasten.

Lange Fahrten zum Urlaubsziel sowie Verzögerungen durch gesteigertes Verkehrsaufkommen und Baustellen können am Pfingstwochenende den Treibstoffverbrauch und damit die Treibstoffkosten erhöhen. Um die finanzielle Mehrbelastung möglichst gering zu halten, empfehlt die E-Control, die Spritpreise mit Hilfe des Spritpreisrechners (www.spritpreisrechner.at) zu vergleichen.

„Gerade vor Pfingsten ziehen die Treibstoffpreise erfahrungsgemäß an und bei manchen Tankstellen kann diese Erhöhung auch kräftig ausfallen. Wer diese  Mehrkosten, die gerade auf langen Fahrten ins Gewicht fallen, nicht hinnehmen möchte, sollte den Spritpreisrechner nutzen. Dieser hilft, im Tarif-Dschungel die Übersicht zu behalten und die günstigsten Tankstellen auszuwählen. So kann das Urlaubsbudget entlastet werden“, so Wolfgang Urbantschitsch, Vorstand der E-Control anlässlich des kommenden Pfingstwochenendes.

„Pfingsten ist traditionell eines der verkehrsreichsten Wochenenden. Wer trotz Staus und Kolonnenverkehr und dem dadurch erhöhten Treibstoffverbrauch sparen will, sollte mit Hilfe des Spritpreisrechners seine Tankstopps planen. Unterwegs zum Reiseziel hilft die Web-App für Smartphones die günstigsten Tankstellen anzusteuern“, erläutert E-Control- Vorstand Andreas Eigenbauer.

Spritpreisrechner – ein einfach zu bedienendes Tool

Der Spritpreisrechner ist einfach zu bedienen und liefert sofort Ergebnisse. Nach Eingabe einer Straße mit Postleitzahl oder Ortsnamen genügt es, eine Auswahl zwischen Diesel, Benzin oder CNG Erdgas zu treffen, dann erhält der User auch schon die zehn Tankstellen in seiner Nähe. Diese werden einerseits optisch in einer Landkarte übersichtlich dargestellt, andererseits aber auch in einer Liste angezeigt, wobei aus wettbewerbsrechtlichen Gründen nur die günstigsten fünf Tankstellen mit Preisen versehen sind. Darüber hinaus werden praktische Tipps zum möglichst spritsparenden Fahren angeboten. Verbraucher, die über ihr Smartphone den Spritpreisrechner aufrufen, werden automatisch zur Spritpreisrechner Web-App geleitet.

E-Control: Absicherung deutsch-österreichischen Stromhandels

Der Stromhandel zwischen Österreich und Deutschland wird ab Oktober 2018 begrenzt, bleibt aber weiter in großem Umfang möglich

(Wien, 15. Mai 2017) Der derzeit unbegrenzte Handel am deutsch-österreichischen Strommarkt wird mit 1. Oktober 2018 beschränkt. Die Spitzen im Stromaustausch werden zukünftig gekappt, der Stromhandel zwischen den traditionell gut integrierten Märkten wird jedoch auch künftig in großem Umfang möglich sein. Es können 4.900 Megawatt (4,9 Gigawatt) Strom durch Langfristkapazitäten vergeben werden. Das entspricht in etwa der Hälfte des österreichischen Verbrauchs zu Spitzenzeiten. Das sind die Eckpunkte einer Einigung, die zwischen den deutschen und österreichischen Energieregulatoren Bundesnetzagentur und E-Control heute erzielt wurden. „Wir haben damit letztlich ein gutes Ergebnis erreicht“, sagen die E-Control-Vorstandsmitglieder Wolfgang Urbantschitsch und Andreas Eigenbauer. „Der Stromhandel zwischen Deutschland und Österreich bleibt somit weitgehend im vom Markt benötigten Ausmaß offen.“

Zusätzliche Kapazitäten im kurzfristigen Handel

Im täglichen Handel soll die Kapazitätsvergabe in die Region Central-West, die die Länder Frankreich, Belgien, Niederlande, Luxemburg und Deutschland umfasst, integriert werden. Dadurch kann sich die vereinbarte Kapazität von 4,9 Gigawatt um kurzfristige Handelskapazitäten erhöhen.

Österreichische Kraftwerke sichern deutsche Netzstabilität und Handelskapazität

Um die Übertragungskapazität im Netz zusätzlich abzusichern, werden die Übertragungsnetzbetreiber beider Länder ihre schon bestehende enge Zusammenarbeit weiterführen. Österreichische Kraftwerke werden im Rahmen dieser Kooperation den deutschen Übertragungsnetzbetreibern weiterhin für allenfalls erforderliches Redispatch (Rauf- bzw. Runterfahren von Kraftwerken zur Stromnetzstabilität) zur Verfügung stehen. Diese Zugriffe für deutsche Übertragungsnetzbetreiber auf österreichische Kraftwerke ermöglichen eine Langfrist-Kapazität von 4,9 Gigawatt. Laufend wird überprüft, ob genügend Kraftwerksleistung für Redispatch zur Verfügung steht, weil ohne diese Kraftwerksleistung die Übertragungsrechte entsprechend reduziert werden müssten, was jedoch nicht zu erwarten ist.

Auswirkungen auf Stromkunden deutlich reduziert

Für die österreichischen Stromkunden werden die Mehrkosten durch die Handelsbeschränkungen erheblich geringer ausfallen als bisher angenommen. „Wir haben eine Lösung erreicht, die die Auswirkungen auf die heimischen Stromkunden so gering als möglich hält. Ohne Einigung hätte Deutschland die Vorbereitungsarbeiten und die Einführung eines Engpasses einseitig fortgesetzt, was für österreichische Kunden und den Markt deutlich schlechtere Bedingungen gebracht hätte. Durch die Einigung und die nun folgende weitere detaillierte Ausgestaltung wird für alle Marktteilnehmer die erforderliche sichere Planungsbasis zur weiteren Vorgangsweise geschaffen“, erläutert E-Control-Vorstand Andreas Eigenbauer.

Höhere Stromkapazitäten ab 2022

Zudem sollen zukünftig die Stromhandelskapazitäten mit einem weiteren Übertragungsnetzausbau etappenweise weiter erhöht werden. Der erste Teil der grenzüberschreitenden Stromleitung vom oberösterreichischen St. Peter / Hart ins benachbarte Bayern soll 2022 fertiggestellt sein, der letzte schließlich 2024.

Gemeinsamer Strommarkt seit rund 15 Jahren

Der gemeinsame Strommarkt zwischen Deutschland und Österreich besteht seit der Liberalisierung der Energiemärkte vor rund fünfzehn Jahren. Seither bilden Deutschland und Österreich eine gemeinsame Strompreiszone. Das heißt, in beiden Ländern gibt es denselben Großhandelspreis für Strom.

 

Antworten auf häufige Fragen zur Strompreiszone: https://www.e-control.at//fragen-und-antworten-zur-deutsch-osterreichischen-strompreiszone

Netzentgeltstruktur 2.0 – Modernisierung des Netzentgeltsystems

E-Control: Netzentgeltstruktur an neue Stromwelt anpassen

Die Energieregulierungsbehörde E-Control wird die bestehende Struktur bei den Netzkosten modernisieren und an das veränderte Stromsystem anpassen. Die Stromnetzentgeltstruktur soll geändert werden, weil sich in Österreich die Stromerzeugung- und -verbrauchsstrukturen laufend ändern, Haushalte nutzen etwa verstärkt Wärmepumpen und erzeugen selbst Strom durch Photovoltaikanlagen. Damit werden die Netze zunehmend durch die Leistungskomponente und weniger von der Arbeitskomponente belastet. Zudem bringt die Digitalisierung von Netzen und Stromzählern verbesserte Abrechnungsmöglichkeiten mit sich. „Das derzeitige System der Netzentgelte bildet diese Herausforderungen nicht ab“, sagt Wolfgang Urbantschitsch, Vorstand der E-Control. „Daher muss die Struktur der Netzentgelte an die neue Stromwelt angepasst und modernisiert werden.“ Der Regulator hat seit Beginn des vergangenen Jahres einen Vorschlag für das neue System mit Netzbetreibern, Stromerzeugern und Sozialpartnern diskutiert und heute, Mittwoch, ein Positionspapier vorgelegt. Anfang 2019 soll das neue Stromnetzentgeltsystem in Kraft sein, damit in Netzgebieten, wo die Smart-Meter-Ausrollung gut voranschreitet, neue Kundenangebote möglich werden. Die Netzkosten machen für einen Durchschnittshaushalt in Wien derzeit 27,7 Prozent der gesamten Stromrechnung aus und gehen an den Netzbetreiber. Auf die Gesamtkosten hat die neue Netzentgeltstruktur keine Auswirkungen, die Gesamtsumme aller Netzkosten in Österreich bleibt gleich.

Stromnetztarifsystem weiterentwickeln

Die derzeitige Stromnetzentgeltstruktur ist knapp 20 Jahre alt. „Vor 20 Jahren hatte kaum jemand eine Photovoltaikanlage, ein Elektroauto oder eine Wärmepumpe, nun gibt es tausende solcher Anlagen. Auch von intelligenten Stromnetzen war noch kaum die Rede“, erklärt Urbantschitsch. „Das Netztarifsystem muss daher weiterentwickelt und die Netzkosten gerechter verteilt werden.“ Der Betrieb des Stromnetzes verursacht großteils Fixkosten und diese Kosten werden zusehends ungerecht verteilt. Aufgrund der derzeit stärkeren Orientierung an verbrauchsabhängigen Netzentgelten bezahlen Haushalte mit hoher Leistungsnachfrage, aber geringem Stromverbrauch, niedrigere Netzentgelte. Allerdings nutzen Kunden mit großen Sonderanlagen wie Wärmepumpe, Elektroauto oder Photovoltaikanlage die Netzinfrastruktur im gleichen Ausmaß. Ohne Speicherung des selbsterzeugten Stroms liegt die Eigenversorgung mit einer Photovoltaikanlage bei nur rund 30 Prozent, für den Rest wird auf das Netz zurückgegriffen und von dort Strom bezogen.

Netzkosten gerechter verteilen

Als Zwischenlösung bis zur exakten Abrechnungsmöglichkeit über die Smart Meter hat die
E-Control Anfang dieses Jahres die Netzpauschale, das ist jener Anteil, der jährlich fix abgerechnet wird, einheitlich auf 30 Euro netto angehoben. Urbantschitsch: „Langfristiges Ziel ist es, diese Pauschale ganz abzuschaffen und in die Verrechnung nach der tatsächlich bezogenen Leistung zu integrieren.“ Da das Stromnetz zu jeder Zeit den benötigten Strom transportieren muss, ist die Leistung, also die in einem bestimmten Zeitpunkt transportierte Strommenge, jener Faktor, der hauptsächlich die Dimensionierung des Netzes und somit auch die Netzkosten bestimmt. Mit der Leistungsverrechnung würde sich die Höhe der Netzkosten vorrangig nach der tatsächlichen Nutzung des Stromnetzes durch den Stromkunden richten. Dieses System wäre auch deutlich treffsicherer als das bisherige Pauschalverrechnungssystem, in dem alle Haushaltskunden die gleichen fixen Beträge zu entrichten haben. Die E-Control geht davon aus, dass sich für Standardhaushalte im Schnitt durch diese Umstellung an der Höhe der Stromrechnung nur marginal etwas ändern sollte. Voraussetzung für die Einführung eines einzigen leistungsgemessenen Netzentgelts für Haushalte sind digitale Stromzähler (Smart Meter).

Weitere Vereinfachung der Netzentgelte

Sobald die österreichweite Installation der Smart Meter abgeschlossen ist, können aus Sicht der E-Control die Netzentgelte noch weiter vereinfacht und das derzeit bestehende Messentgelt (maximal 28,8 Euro im Jahr) abgeschafft werden. Das Messentgelt deckt die Kosten für Errichtung und Betrieb des Stromzählers ab. „Diese Kosten sollen nach unserem Vorschlag in den allgemeinen Netzkosten aufgehen. Bis zur abgeschlossenen Ausrollung der Smart Meter soll das Messentgelt aber beibehalten werden, um für die Stromkunden die Zählerkosten transparent zu halten“, betont Urbantschitsch. „Mit der Abschaffung des Messentgelts werden die Netzentgelte übersichtlicher für Konsumenten. Je einfacher die Netzkosten sind, desto einfacher wird auch die Stromrechnung.“

Neues Anschlussentgelt

Das Netzzutrittsentgelt soll in ein neues Anschlussentgelt umgewandelt werden, im Gegenzug wird das Netzbereitstellungsentgelt abgeschafft. Das neue Anschlussentgelt wird fällig bei erstmaligem Netzanschluss bzw. Umbau des Anschlusses. Zum aufwandsorientierten Anteil wird ein pauschales Entgelt eingehoben, das sich an der vertraglichen Anschlussleistung orientiert. In der Vergangenheit kam es verstärkt zu Nachverrechnungen von Netzbereitstellungsentgelten, wenn der Netzbetreiber eine Überschreitung der vertraglich vereinbarten Leistungen aufgrund von Verbrauchssteigerungen feststellte. Urbantschitsch: „Es ist den Kunden allerdings schwer erklärbar, warum es zu so einer Nachverrechnung kommt, wenn sich am Verbrauchsverhalten nichts Wesentliches geändert hat. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass nur bei deutlicher Veränderung des Verbrauchsverhaltens ein Anschlussentgelt verrechnet wird.“

Netzkosten sollen sozial ausgewogen sein

Für einkommensschwache Haushalte liegt es beim Gesetzgeber, eigene Sozial-Netzentgelte festzulegen. Die Struktur der Netzentgelte wird die E-Control jedenfalls so ausgestalten, dass einkommensschwache Haushalte nicht benachteiligt werden. „Für Sondertarife wie etwa spezielle Netzentgelte für Haushalte mit geringem Einkommen oder Ausnahmeregelungen für Sonderanwendungen wie Wärmepumpen fehlt die gesetzliche Grundlage“, erläutert
E-Control-Vorstand Andreas Eigenbauer. „Einkommensschwachen Haushalten kann über das Sozialsystem geholfen werden, wobei hier die Finanzierung ebenfalls gesetzlich verankert werden könnte“, sagt Andreas Eigenbauer. „Wichtig ist, dass die Netzkosten sozial ausgewogen sind und alle, die das Netz nutzen, ihren Anteil einbringen.“ Die soziale Ausgewogenheit sei daher beim Vorschlag für die Neugestaltung der Netzentgeltstruktur stark berücksichtigt worden, betont Eigenbauer, der auf die „Leistbarkeit von Energie“ als einen der zentralen Punkte der neuen
E-Control-Strategie verweist. Ein stärkeres Abstellen auf die Leistungskomponente um höhere Beiträge von Betreibern von Sonderanwendungen wie Wärmepumpe, Photovoltaik oder Elektroauto einzubringen, entlastet den Standard-Haushaltskunden. „Wer das Stromnetz mehr nutzt, muss mehr dafür bezahlen“, erklärt Eigenbauer das dahinterliegende Prinzip.

Aktive Netzkunden sollen belohnt werden

Netzkunden, die aktiv zur Stabilität des Stromnetzes beitragen, sollen so wie es jetzt für Industrie und große Endkunden üblich ist, an den neuen Möglichkeiten der Digitalisierung teilnehmen können. Kunden, die etwa in Zeiten, wo wenig Strom vorhanden ist, ihren Verbrauch teilweise zentral steuern lassen und damit geringere Gesamtkosten verursachen, sollen Teile dieses Vorteiles bekommen. „Vor allem für Gewerbebetriebe und Aggregatoren von Haushaltskunden kann das durchaus lukrativ sein“, sagt E-Control-Vorstand Andreas Eigenbauer. Der durchschnittliche Haushaltskunde wird dadurch ebenfalls entlastet, da die Gesamtkosten des Systems sinken und er jederzeit einsteigen kann, wenn er die Möglichkeiten der Smart Meter annimmt. Demand Response, das Zu- oder Abschalten von Stromverbrauchern bzw.
-produzenten bei Strommangel oder -überschuss, kann einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit unter der Prämisse der Wirtschaftlichkeit – zwei Punkten des Zielfünfecks im Energiebereich – leisten, da mittel- bis langfristig teure Investitionen in die Verstärkung von Netzen verschoben oder sogar vermieden werden können und somit die Gesamtkosten des Systems sinken.

Planbarkeit für alle Beteiligten, keine zeitvariablen Netztarife

Bei der Erarbeitung der Position zur neuen Stromnetzentgeltstruktur wurde sowohl auf die Bedürfnisse der Verbraucher als auch die der Netzbetreiber sowie anderer Interessengruppen Rücksicht genommen. „Die Verbraucher wünschen sich stabile, überschaubare Netzentgelte. Daher hat die E-Control nicht vor, zeitvariable Tarife wie beispielsweise Tarife mit stündlichen Intervallen vorzusehen. Diese würden die Endkunden überfordern und eine Vergleichbarkeit vom Gesamtpreis einschränken“, so Eigenbauer. Der unterbrechbare Tarif dagegen, der schon unter anderem für Wärmepumpen eingesetzt wird, soll ausgebaut werden. Die Netzbetreiber sind an einer stabilen Entgeltstruktur sowie planbaren Erlösen aus dem Netzentgelt interessiert. Eigenbauer: „Als Regulator haben wir eine ausgewogene Position entwickelt, die die unterschiedlichen Interessen bestmöglich berücksichtigt und sämtliche Herausforderungen der Zukunft abdeckt.“

Neue Stromnetzentgeltstruktur ab 2019 notwendig

Die neue Struktur der Netzentgelte ist aus Sicht der E-Control mit Jahresbeginn 2019 notwendig, Vorbereitungsarbeiten für die Änderungen laufen bereits. Einige der Änderungen kann die Regulierungsbehörde selbst vornehmen, für andere wie etwa die Umstellung auf Leistungsmessung durch Smart Meter oder eine vollständige Abschaffung des Netzbereitstellungsentgelts sind Gesetzesänderungen nötig. Die neue Verordnung zu den Stromnetzentgelten mit der neuen Struktur möchte die E-Control so rasch als möglich in die Konsultation schicken; im 2018 soll damit bereits die Regulierungskommission der E-Control befasst werden.

Positionspapier der E-Control zur neuen Netzentgeltstruktur:
www.e-control.at/netzentgeltestruktur-2.0

BMWFW und E-Control: Tankstellensuche mit dem Spritpreisrechner: hier gibt´s Sprit günstiger!

Für Autofahrer auf dem Weg ins Osterwochenende lohnt sich ein Preisvergleich mit dem Spritpreisrechner. Dieser liefert aktuelle Informationen über die günstigsten Tankstellen der Bundesländer und Bezirke - so lassen sich Kosten für Benzin, Diesel und Erdgas einfach reduzieren.

Das Osterwochenende rund um den 16. April wird von vielen Familien für Ausflüge in die Natur oder für Städtereisen genützt. Daher empfehlen Wirtschaftsministerium und E-Control den heimischen Autofahrern, die Treibstoffpreise mithilfe des Spritpreisrechners (www.spritpreisrechner.at) zu vergleichen. „Damit können die Kosten möglichst gering gehalten werden. Auf dem Weg in den Urlaub lohnt sich der Preisvergleich besonders“, sagt Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner zum bewährten Angebot, das gut angenommen wird. „Die Tankstellen melden zuverlässig ein, die Zugriffszahlen der Kunden sind hoch.“

„Lange Autofahrten zum Reiseziel und Staus können den Treibstoffverbrauch am Osterwochenende erhöhen. Ein Blick auf den Spritpreisrechner genügt jedoch, um die Belastung der Reisekassa möglichst gering zu halten. Das ist auch unterwegs mit der Web-App für Smartphones einfach und schnell möglich“, so Wolfgang Urbantschitsch, Vorstand der E-Control.

„Am günstigsten sind Autofahrer unterwegs, die ihre Fahrt vorausschauend planen. Wer bereits am Montag vor dem Osterwochenende vor 12 Uhr tankt, kann am meisten sparen. Voraussetzung ist natürlich, dass der Tank bis zum Wochenende nicht leer gefahren wird“, erläutert E-Control-Vorstand Andreas Eigenbauer.


Spritpreisrechner – ein einfach zu bedienendes Tool

Der Spritpreisrechner ist einfach zu bedienen und liefert sofort Ergebnisse. Nach Eingabe einer Straße mit Postleitzahl oder Ortsnamen genügt es, eine Auswahl zwischen Diesel, Benzin oder CNG Erdgas zu treffen, dann erhält der User auch schon die zehn Tankstellen in seiner Nähe. Diese werden einerseits optisch in einer Landkarte übersichtlich dargestellt, andererseits aber auch in einer Liste angezeigt, wobei aus wettbewerbsrechtlichen Gründen nur die günstigsten fünf Tankstellen mit Preisen versehen sind. Darüber hinaus werden praktische Tipps zum möglichst spritsparenden Fahren angeboten. Verbraucher, die über ihr Smartphone den Spritpreisrechner aufrufen, werden automatisch zur Spritpreisrechner Web-App geleitet.

E-Control unterstützt Optimierung des Gasmarktmodells

Durch Übernahme von zusätzlichen Aufgaben durch AGGM könnten Synergien genutzt werden – Vereinigung vereinfacht Marktmodell

Wien (24. März 2017) – Seit dem Inkrafttreten des Gaswirtschaftsgesetzes 2011 hat die Regulierungsbehörde E-Control wiederholt darauf hingewiesen, dass die historisch gewachsene Rollenverteilung im Gasmarktmodell einer Optimierung bedarf. „Daher wird die nunmehrige Initiative der Gasbranche, welche die Wahrnehmung der gesetzlichen Aufgaben des Marktgebietsmanagers sowie des Verteilergebietsmanagers im Marktgebiet Ost durch ein einziges Unternehmen vorsieht, ausdrücklich unterstützt“, sagt E-Control-Vorstand Andreas Eigenbauer.

Vereinigung vereinfacht Marktmodell
Bislang wurden die Aufgaben des Verteilergebietsmanagers von der Austrian Gas Grid Management (AGGM) und die Aufgaben des Marktgebietsmanagers von der Gas Connect Austria (GCA) jeweils getrennt wahrgenommen. Aufgrund der Einigung der beiden Fernleitungsnetzbetreiber GCA und Trans Austria Gasleitung GmbH (TAG), die AGGM mit Juni 2017 auch mit der Erfüllung der Aufgaben des Marktgebietsmanagers zu betrauen, wird es möglich, maßgebliche Effizienzpotentiale zu heben. „Die Vereinigung vereinfacht das Marktmodell zum Nutzen der Marktteilnehmer und der Erdgaskunden“, betont E-Control-Vorstand Wolfgang Urbantschitsch, der sich durch die Zusammenführung der Aufgaben und die damit verbundene intensivere und einfachere Koordinierung, wesentliche Verbesserungen bei der Infrastrukturplanung erwartet.

Benennung wird von E-Control geprüft
AGGM ist bereits seit 2003 für das Verteilergebiet Ost bzw. seit 2013 auch für die Netzsteuerung in Tirol und Vorarlberg als Verteilergebietsmanager zuständig und hat
sich in dieser Rolle bewährt. Die Benennung der AGGM als Marktgebietsmanager ist daher naheliegend. Die breite Eigentümerstruktur der AGGM (neben GCA halten Netz Niederösterreich, Energienetze Steiermark, Netz Oberösterreich, Tigas und Vorarlberger Energienetze entsprechende Anteile) ist ebenso Grundlage für eine
unabhängige und kompetente Erfüllung dieser zusätzlichen Aufgaben. Die Benennung durch die Fernleitungsnetzbetreiber muss nunmehr von der E-Control geprüft werden. „Sobald alle Anträge und Unterlagen vorliegen, wird geprüft, ob die Benennungsvoraussetzungen erfüllt werden“, so Urbantschitsch.

E-Control: Beschwerde gegen ACER-Entscheidung vom Beschwerdeausschuss abgewiesen

Begründung aus Sicht der österreichischen Regulierungsbehörde nicht nachvollziehbar

(Wien, 20. März 2017) Der Beschwerdeausschuss von ACER hat die Beschwerde der österreichischen Regulierungsbehörde E-Control gegen die Entscheidung zur Festlegung der Kapazitätsberechnungsregionen abgewiesen. Die E-Control hatte unter anderem deshalb Beschwerde gegen die Entscheidung eingebracht, da aus Sicht der Regulierungsbehörde nicht ACER, sondern der Verband der Europäischen Übertragungsnetzbetreiber (ENTSO-E) zu überprüfen hätte, ob ein Engpass zwischen Deutschland und Österreich bestehe. Dafür ist ein eigenständiges Verfahren vorgesehen. ENTSO-E hat den beteiligten Mitgliedstaaten einen entsprechenden Vorschlag zur Entscheidung vorzulegen. Das Ergebnis dieses sogenannten „Bidding Zone Review“ wird für das erste Quartal 2018 erwartet.

Entscheidung für E-Control nicht nachvollziehbar

Die angefochtene Entscheidung enthält die Festlegung, dass an der Grenze zwischen Deutschland und Österreich eine Kapazitätsvergabe einzuführen ist. Damit kann, sobald die Entscheidung umgesetzt ist, nur noch beschränkt Strom ausgetauscht werden. Eine Umsetzung der Entscheidung würde nach der Erarbeitung einer Kapazitätsberechnungsmethode durch die Übertragungsnetzbetreiber erfolgen. Der gemeinsame Stromgroßhandelsmarkt kann dann nicht mehr im bisherigen Ausmaß bestehen.

„Die Begründung für die Entscheidung des Beschwerdeausschusses ist sehr kurz, oberflächlich und nicht nachvollziehbar. Weitere Rechtsmittel gegen diese Entscheidung werden nach einer detaillierten Analyse geprüft.“, so der Vorstand der E-Control, Andreas Eigenbauer und Wolfgang Urbantschitsch in einer ersten Reaktion. Und weiter: „Darüber hinaus werden die bilateralen Kontakte mit deutschen Partnern weiter geführt. Ziel bleibt nach wie vor, eine einvernehmliche Lösung zu erzielen.“

Präsentation Jahresbericht 2016

E-Control: Kostenbewusstsein beim Thema Energie nimmt weiter zu

E-Control: Kostenbewusstsein beim Thema Energie nimmt weiter zu

Im vergangenen Jahr wechselten 286.000 Kunden ihren Strom- oder Gaslieferanten – Verbraucher sehen Energiesparpotenzial bei häufigerer Verbrauchsinfo

Ihre Gesprächspartner:

Dr. Wolfgang Urbantschitsch, LL.M., Vorstand Energie-Control Austria

DI Andreas Eigenbauer, Vorstand Energie-Control Austria

Präsentation Studie zu Energiearmut

Energiearme geben beinahe jeden vierten Euro für Energie aus

Wien (2. Februar 2017) – Die Leistbarkeit von Energie nimmt neben dem bekannten Zieldreieck im Energiebereich bestehend aus Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit, eine zunehmend wichtige Rolle ein. Dabei geht es um die Frage, ob die Energiekosten – inklusive Steuern und Abgaben – leistbar sind und bleiben. „Etwaige Energiekostenanstiege betreffen energiearme Haushalte besonders, da sie einen größeren Energieverbrauch haben“, so E-Control-Vorstand Andreas Eigenbauer. Die Leistbarkeit von Energie für Haushalte ist deshalb ein wichtiges Anliegen der E-Control, um ihre gesetzlichen Zielvorgaben, etwa zum Schutz benachteiligter Kunden, zu erfüllen. Daher wurde eine Studie bei der Statistik Austria in Auftrag gegeben, um erstmals Einkommensdaten mit dem Energieverbrauch zu verknüpfen.

Die Studie liefert Datengrundlagen auf denen aufbauend entsprechende Maßnahmen abgeleitet werden können. Mit der Umsetzung konkreter Maßnahmen werde die neue Strategie der E-Control in einem wichtigen Bereich konkretisiert. „Wir wollen ein großes Augenmerk auf die Energiearmut und die Leistbarkeit von Energie legen“, betont Eigenbauer.

Studie: Energiearme geben 23 Prozent ihres Einkommens für Wohnenergie aus

Von Energiearmut betroffene Haushalte geben 22,8 Prozent ihres Einkommens für Wohnenergie aus, das ist mehr als viermal so viel wie ein österreichischer Durchschnittshaushalt, der im Schnitt nur 4,6 Prozent seines Einkommens für Wohnenergie (Heizen, Warmwasser, Kochen, Licht u. ä.; ohne Energiekosten für Mobilität, wie etwa Sprit) ausgibt. „Energiearme geben beinahe jeden vierten Euro für Wohnenergie aus“, fasst Konrad Pesendorfer, Generaldirektor der Statistik Austria, eines der Kernergebnisse der Studie der Statistik Austria zusammen. Laut der Untersuchung waren 2014 3,1 Prozent der österreichischen Haushalte (rund 117.000 Haushalte) energiearm. „Die energiearmen Haushalte haben einen deutlich höheren Energieverbrauch, höhere Energiekosten als Durchschnittshaushalte und sie heizen öfter mit Öl“, so Konrad Pesendorfer. Als energiearm gelten Haushalte, die bei niedrigem Einkommen verhältnismäßig hohe Energiekosten haben. Diese Definition der E-Control ist auch Basis für diese Studie.

Energiearme Haushalte: Hoher Energieverbrauch, hohe Kosten

Energiearme Haushalte hatten 2014 ein äquivalisiertes Einkommen[1] von knapp 10.700 Euro (Median) netto im Jahr, bei einem nicht-energiearmen Haushalt waren es im Schnitt 23.550 Euro (Median) jährlich, also mehr als doppelt so viel. Der Energieverbrauch für Wohnzwecke lag bei energiearmen Haushalten mit durchschnittlich 23.370 Kilowattstunden (kWh) jährlich deutlich über dem Durchschnitt von 18.360 kWh. Die dafür anfallenden Energiekosten lagen bei Energiearmen mit durchschnittlich 2.590 Euro pro Jahr um rund 40 Prozent über dem Durchschnitt aller Haushalte von 1.870 Euro. „Energiearme Haushalte haben einen deutlich höheren Energieverbrauch und deutlich höhere Wohnenergiekosten“, erläutert Pesendorfer.

Energiearme: Großteil der Energie für Heizen

Vom gesamten Energieverbrauch energiearmer Haushalte von 23.370 kWh entfallen auf das Heizen rund 18.080 kWh. Das ist um 50 Prozent mehr Heizenergie als in nichtenergiearmen Haushalten, die nur 12.130 kWh für das Heizen verwenden. Für Warmwasser setzen energiearme Haushalte dagegen nur 1.980 kWh ein, nicht-energiearme Haushalte kommen auf 2.930 kWh. Insofern verwenden energiearme Haushalte um knapp ein Drittel (32 Prozent) weniger Energie für Warmwasser als nicht-energiearme Haushalte. „Der im Vergleich geringere Verbrauch von Warmwasser lässt darauf schließen, dass energiearme Haushalte keine Energie- und Wasserverschwender sind, sondern der hohe Energieaufwand fürs Heizen notwendig ist, um ein Mindestmaß an Raumtemperatur zu erreichen“, erläutert Studienautorin Alexandra Wegscheider-Pichler von Statistik Austria.

Energiearme Haushalte heizen öfter mit Öl

Heizöl wird von energiearmen Haushalten signifikant häufiger eingesetzt als von nicht-energiearmen. In der Gruppe der Energiearmen entfallen anteilig 21 Prozent der Energiekosten auf Heizöl. Bei den nicht-energiearmen Haushalten sind es nur 14 Prozent.

Energiearme Haushalte leben häufiger in älteren Wohngebäuden

Energiearme Haushalte leben signifikant häufiger in älteren Wohngebäuden als nicht-energiearme. Rund 52 Prozent der energiearmen Haushalte leben in Gebäuden, die bis 1960 erbaut wurden, dies trifft nur auf 32 Prozent der nicht-energiearmen Haushalte zu. Dementsprechend sind Haushalte in Gebäuden bis 1960 überdurchschnittlich häufig (fünf Prozent) von Energiearmut betroffen. Bewohner von Gebäuden, die ab 1991 erbaut wurden, sind dagegen nur zu 1,1 Prozent energiearm. Energiearme Haushalte wohnen zudem häufiger in Ein- und Zweifamilienhäusern als nicht-energiearme Haushalte, energiearme Haushalte haben zudem etwas seltener Wohnraum im Eigentum. „Die Vermutung liegt daher nahe, dass energiearme Haushalte öfter mit alten Ölheizungen schlecht gedämmte Wohnräume heizen müssen“, sagt Wegscheider-Pichler.

Stromkosten überdurchschnittlich hoch

Auch Stromverbrauch und Stromkosten (inklusive Strom für Heizzwecke) sind bei energiearmen Haushalten überdurchschnittlich hoch. Energiearme Haushalte verbrauchen knapp 5.900 kWh Strom, bei jährlichen Kosten von mehr als 1.120 Euro. Während der Durchschnittshaushalt knapp 4.500 kWh Strom benötigt und dafür knapp 850 Euro jährlich bezahlt. Wegscheider-Pichler: „Die jährliche Stromrechnung ist für einen energiearmen Haushalt um 270 Euro höher.“

Energiearme im Schnitt älter, häufiger alleinlebend, mit Pflichtschulabschluss

Personen in energiearmen Haushalten sind durchschnittlich älter als jene in nicht-energiearmen Haushalten. Personen mit Pflichtschulabschluss als höchster Ausbildung sind deutlich häufiger von Energiearmut betroffen. Während in ganz Österreich 3,1 Prozent aller Haushalte als energiearm gelten, sind es bei den Haushalten mit Pflichtschulabschluss 7,1 Prozent. Zwei Drittel (66 Prozent) der energiearmen Haushalte sind Single-Haushalte. Bei nicht-energiearmen Haushalten leben dagegen nur 34 Prozent alleine.

Alle gefordert

Um leistbare Energiekosten sicherzustellen, ist nicht nur der Markt gefordert, sondern auch die Regulierung und die Politik. „Haushalte zahlen bei vielen Energieträgern – unabhängig von ihrem Einkommen – Steuern und Abgaben auf Energie in etwa derselben Höhe“, sagt E-Control-Vorstand Wolfgang Urbantschitsch. Und wer, wie etwa energiearme Haushalte, viel Energie wie Strom oder Gas verbraucht, zahlt noch mehr. Bei den Netzkosten für Strom- und Gas muss deren Regulierung unter anderem sicherstellen, dass diese Kosten leistbar bleiben. Darüber hinaus setzt der Regulator aber auch weitere Schwerpunkte, um Energiearme zu unterstützen, wie etwa Informationsarbeit zu Energiesparen und Einsparungen für Einkommensschwache bei den Ökostromstromkosten.

Durch Information Bewusstsein für Energiesparen schärfen

Durch Information und Energieberatung soll energiearmen Haushalten beim Energiesparen geholfen werden. „Mit zusätzlicher Information, Energieberatung und Aufklärung über die Rechte eines Konsumenten am Energiemarkt kann man viel bewirken“, betont Urbantschitsch. Das Bewusstsein für mögliche Energieeinsparungen sollten auch die digitalen Stromzähler (Smart Meter) verstärken. Mit diesen neuen Zählern erhalten Kunden erstmalig regelmäßig zeitnah Informationen über ihren aktuellen Verbrauch. Gerade die wirklich von Energiearmut betroffenen Haushalte haben ein geringes Bewusstsein für Energiesparen, wie eine von der E-Control in Auftrag gegebene IFES-Studie von 2013 zeigte.

Deckelung der Ökostromförderkosten

Einkommensschwache Haushalte, die Anspruch auf die Befreiung von den ORF-GIS-Gebühren haben, können mit dem Antrag auf Gebührenbefreiung gleichzeitig eine teilweise Befreiung auf die Ökostromkosten beantragen. Sie zahlen dann, verbrauchsabhängig, lediglich bis zu 20 Euro pro Jahr an Förderbeiträgen, während ein österreichischer Durchschnittshaushalt rund 100 Euro brutto für Ökostromkosten bezahlt. „Bei einem durchschnittlichen Verbrauch spart sich ein Haushalt mit Ökostromkostendeckelung 80 Euro im Jahr“, betont Vorstand Urbantschitsch.

Rund 177.000 Haushalte nützen Entlastung bei den Ökostromkosten nicht

Laut Angaben der GIS sind derzeit 300.000 Haushalte von den Rundfunkgebühren befreit – aber nur 123.000 dieser Haushalte waren per Ende 2015 von den Ökostromkosten teilweise befreit. Urbantschitsch: „Rund 177.000 Haushalte könnten ihre Stromrechnung leicht senken, wenn sie die teilweise Ökostromkostenbefreiung beantragen.“ Voraussetzung ist allerdings, dass jene Person im Haushalt, die von der GIS-Gebühr befreit ist, auch bei Strom der Vertragspartner ist. Die E-Control startet daher neben verstärkten zielgerichteten Informationen eine Inseratenkampagne, in der anspruchsberechtigte Personen auf die Möglichkeit zur Deckelung der Ökostromförderbeiträge hingewiesen werden.

Einfache Entlastung bei Stromkosten für Geringverdiener

„Mit der unkomplizierten Abwicklung über die GIS werden einkommensschwache Haushalte bei den Stromkosten merkbar entlastet“, betont Urbantschitsch. Zwar hätten nicht alle GIS-Befreiten zusätzlich zu ihrem geringen Einkommen auch noch hohe Energiekosten und seien damit von Energiearmut betroffen. „Mit der Beantragung über die GIS besteht aber ein bereits gut ausgebautes System, bei dem Geringverdiener sehr einfach eine Entlastung bei den Stromkosten erhalten.“

Langfristig: Zielgerichtete Maßnahmen für energiearme Haushalte

Langfristiges Ziel muss aber sein, Unterstützungsleistungen im Energiebereich – egal ob Sach- oder Geldleistungen – nur tatsächlich energiearmen Haushalten zu gewähren. Für diese Anspruchsberechtigung sollte nicht nur das Einkommen, sondern auch der jeweilige Energieverbrauch berücksichtigt werden. Können sich einkommensschwache Haushalte selbst geringe bzw. durchschnittliche Energiekosten nicht leisten, sollte dies unter allgemeiner Armut und nicht unter Energiearmut diskutiert werden. Urbantschitsch: „Dort wo es allgemein um Armut geht, ist das Sozialsystem gefordert. Dort wo es wirklich um Energiearmut geht, braucht es dagegen zielgerichtete Maßnahmen gegen die hohen Energiekosten.“

Heizungsmodernisierung und Gebäudedämmung bringen größten Erfolg

Wer einen hohen Energieverbrauch hat, verwendet wie die Studie zeigt oft veraltete Heizsysteme (z. B. in die Jahre gekommene Ölheizungen) und lebt in schlecht gedämmten Wohnräumen. Die Modernisierung der Heizung und die thermische Gebäudesanierung versprechen langfristig den größten und nachhaltigsten Erfolg – kosten aber auch am meisten. Urbantschitsch: „Einerseits können sich die Sanierungen in höheren Mieten niederschlagen, andererseits für den Eigenheimbesitzer hohe Kosten verursachen – beides verschärft die prekäre Einkommenssituation Energiearmer.“

EU-Kommission möchte von Mitgliedstaaten Daten zu Energiearmut

Die EU-Kommission möchte in einem Vorschlag zur überarbeiteten Strom-Richtlinie Mitgliedstaaten zur Definition eines Kriterienkatalogs verpflichten, um Energiearmut zu messen. Die Mitgliedsländer sollen die Zahl der energiearmen Haushalte und Maßnahmen für diese beobachten und regelmäßig nach Brüssel melden. Mit der Definition von Energiearmut sowie den Vorschlägen wie Energiearmut am besten bekämpft werden kann, leistet die E-Control einen wesentlichen Beitrag für die anstehende Diskussion zu diesem Thema in Österreich.

Über die Studie

Für die Analyse der Statistik Austria wurden Einkommensdaten aus Verwaltungsdaten sowie aus der Einkommenserhebung EU-SILC 2014 (EU Statistics on Income and Living Conditions) mit den Daten des MZ-Energie (Mikrozensus-Sonderprogramm Energieeinsatz der Haushalte) 2013/2014 verknüpft. Dadurch konnten Energieverbrauch und Energiekosten für Wohnen (Warmwasser, Heizen etc.) nach verschiedenen Einkommensgruppen auf Basis eines großen Datensatzes der offiziellen Statistik analysiert werden.

Energiearm: geringes Einkommen und gleichzeitig hohe Energiekosten
Für die Studie der Statistik Austria wurde die Definition von Energiearmut der E-Control von 2013 herangezogen. Laut dieser Definition gelten Haushalte dann als energiearm, wenn sie armutsgefährdet sind und gleichzeitig hohe Energiekosten haben. Nur wenn diese beiden Phänomene gleichzeitig auftreten, ist von Energiearmut zu sprechen.

BMWFW und E-Control: Spritpreisrechner: mit einem Klick günstig in die Semesterferien

Viele Familien in Oberösterreich und in der Steiermark starten in den nächsten Tagen in die Skigebiete. Gerade auf langen Fahrten lohnt sich ein Preisvergleich mit dem Spritpreisrechner. Dieser liefer

Am Samstag, den 18. Februar beginnen die Semesterferien in Oberösterreich und in der Steiermark und viele Familien starten an diesem Wochenende mit dem Auto in den Skiurlaub. Um die Kosten für Benzin, Diesel und Erdgas möglichst gering zu halten,  empfehlen das Wirtschaftsministerium und die E-Control, die Treibstoffpreise mithilfe des Spritpreisrechners (www.spritpreisrechner.at) zu vergleichen.

„Autofahrer können vor Reiseantritt mit einem Blick auf den Spritpreisrechner die günstigsten Tankstellen auf ihrer Strecke finden. Gerade auf langen Fahrten in die Skigebiete können damit die Treibstoffkosten deutlich reduziert werden. Das spart Geld und erhöht Transparenz und Wettbewerb am Treibstoffmarkt“, sagt Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner.

„Dass mittlerweile rund 30 Prozent der Besuche des Spritpreisrechners per Smartphone erfolgen, zeigt, dass auch die Web-App für Smartphones von den Autofahrern sehr gut angenommen wird. Damit kann der Spritpreisrechner auch von unterwegs einfach abgerufen werden. Besonders praktisch ist das, wenn aufgrund von Staus die Reiseroute geändert werden muss“, erläutert Wolfgang Urbantschitsch, Vorstand der E-Control.

„Durch die Aufnahme der CNG-Tankstellen in den Spritpreisrechner ist die Gruppe der Autofahrer, die preisbewusst tanken, immer größer geworden. So können seit Mitte letzten Jahres auch Besitzer der umweltfreundlichen und kostengünstigen Erdgasautos mit dem Spritpreisrechner die günstigsten Erdgastankstellen finden“, so Andreas Eigenbauer, Vorstand der E-Control.

Der Spritpreisrechner unter www.spritpreisrechner.at wird von der E-Control, der Regulierungsbehörde für Strom und Erdgas, betrieben und wurde vor knapp fünf Jahren auf Initiative des Wirtschaftsministeriums eingerichtet. Im Dezember 2016 wurde  der Spritpreisrechner von Wirtschaftsminister Mitterlehner um weitere drei Jahre verlängert.

Spritpreisrechner – ein einfach zu bedienendes Tool

Der Spritpreisrechner ist einfach zu bedienen und liefert sofort Ergebnisse. Nach Eingabe einer Straße mit Postleitzahl oder Ortsnamen genügt es, eine Auswahl zwischen Diesel, Benzin oder CNG Erdgas zu treffen, dann erhält der User auch schon die zehn Tankstellen in seiner Nähe. Diese werden einerseits optisch in einer Landkarte übersichtlich dargestellt, andererseits aber auch in einer Liste angezeigt, wobei aus wettbewerbsrechtlichen Gründen nur die günstigsten fünf Tankstellen mit Preisen versehen sind. Darüber hinaus werden praktische Tipps zum möglichst spritsparenden Fahren angeboten. Verbraucher, die über ihr Smartphone den Spritpreisrechner aufrufen, werden automatisch zur Spritpreisrechner Web-App geleitet.

E-Control brachte Beschwerde gegen ACER-Entscheidung zu Strompreiszonentrennung ein

Österreichischer Energieregulator hat gestern Beschwerde gegen Entscheidung von ACER, die deutsch-österreichische Strompreiszone zu trennen, erhoben

(Wien, 18. Jänner 2017) Die österreichische Energieregulierungsbehörde E-Control hat gestern, Dienstag, wie im November angekündigt die Beschwerde gegen die Entscheidung der europäischen Regulierungsagentur ACER beim Beschwerdeausschuss der Agentur eingebracht. Im November hatten sich die europäischen Strom-Regulierungsbehörden mehrheitlich für eine Trennung der deutsch-österreichischen Strompreiszone ausgesprochen. Österreich stimmte gegen die Trennung und für die Beibehaltung der gemeinsamen Preiszone.

ACER nicht zuständig

Aus Sicht der E-Control ist ACER nicht befugt, über die Preiszonenfrage zu entscheiden. Eine endgültige Entscheidung über Gebotszonengrenzen ist im Rahmen eines umfassenden Verfahrens zur Überprüfung der Gebotszonen durch ENTSO-E, dem Verband der europäischen Stromübertragungsnetzbetreiber, vorzunehmen. Nicht ACER, sondern ENTSO-E hat zu prüfen, ob zwischen Deutschland und Österreich Engpässe bestehen. Über die von ENTSO-E vorgeschlagenen Gebotszonenkonfigurationen haben schlussendlich die betroffenen Mitgliedstaaten zu entscheiden, nicht ACER.

 

Über die Beschwerde der E-Control hat der Beschwerdeausschuss von ACER binnen zwei Monaten zu entscheiden. Sollte die Beschwerde nicht erfolgreich sein, kann in weiterer Folge auch eine Nichtigkeitsklage gegen die Entscheidung des Beschwerdeausschusses vor dem Europäischen Gericht erhoben werden. Im Oktober hatte das Europäische Gericht bereits einen Beschluss zur Strompreiszone getroffen. Das Europäische Gericht erklärte damals, dass die ACER-Stellungnahme von September 2015, in der erstmals gefordert wurde, den deutsch-österreichischen Strommarkt zu trennen, rechtlich unverbindlich sei und keine Rechtswirkung entfalte. Zuvor hatte sich die E-Control an das Gericht gewandt.

Franz Rudinger ist neuer IT-Leiter bei der E-Control

Der 43-jährige Informatiker hat mit Jänner die Leitung der IT-Abteilung des Energieregulators von Ota Vales übernommen

Wien (16. Jänner 2017) – Mit 1. Jänner 2017 hat Franz Rudinger (43) die Leitung der IT- Abteilung in der Energieregulierungsbehörde E-Control übernommen. Er folgt damit dem bisherigen Leiter Ota Vales (65) nach, der in den Ruhestand geht. Franz Rudinger absolvierte ein Studium der Informatik mit Schwerpunkt IT und Sicherheitsmanagement an der Donau-Universität Krems und ein MBA-Studium in den USA. Seine Laufbahn startete der gebürtige Oberösterreicher in einem internationalen Speditions- und Transportunternehmen. Danach war er IT-Leiter in verschiedenen Unternehmen, zuletzt Leiter der globalen IT für ein internationales Technologieunternehmen mit Standort in Großbritannien.