Analyse und Bewertung der Auswirkungen des Anschlusses zusätzlicher Windkraftwerke in Österreich

Ein Großteil der von Windenergieanlagen bereitgestellten Leistungen wird in Verteilernetze eingespeist. Es ist daher besonders wichtig, das Verhalten dieser Anlagen sowie ihre Auswirkungen sowohl auf Führung, Betrieb und Planung der Netze näher zu untersuchen. Darüber hinaus haben die im Verteilernetz bereitgestellten Einspeiseleistungen auch Auswirkungen auf das überlagerte Übertragungsnetz, die sich insbesondere im Fall der Rückspeisung bemerkbar machen und gegebenenfalls auch dort einen Netzausbau bedingen.

Es kann also davon ausgegangen werden, dass die Windenergie in allen Netzebenen Einfluss auf den derzeitigen Systemzustand und den zukünftigen Netzausbau nimmt. Um diese Auswirkungen zu quantifizieren hat die Energie-Control Austria erneut eine Studie über Windenergie in Auftrag gegeben.

Die Vorgängerstudie aus dem Jahr 2003 ist zu der Erkenntnis gekommen, dass die geforderten Ökostromziele erreicht werden, der Windenergieausbau allerdings ein höheres Maß an Engpassmanagementmaßnahmen in den Übertragungsnetzen erfordert. Das durch das Ökostromgesetz festgelegte Förderbudget wird voraussichtlich nicht ausreichen, so dass Handlungsbedarf bei der Anpassung der Förderstruktur bzw. des Förderbudgets besteht. Die Auswirkungen auf die Primär- und Sekundärregelung sind vernachlässigbar, jedoch kann durch Verbesserung der Prognosegüte der Windleistung die Erhöhung des Bedarfs an Minutenreserve deutlich reduziert werden.

Im Rahmen dieser Studie wurden technische, rechtliche und ökonomische Aspekte des weiteren Zubaus von Windenergieanlagen untersucht. Der Fokus liegt dabei auf den technischen Auswirkungen auf die Verteiler- und Übertragungsnetze sowie auf den Auswirkungen auf Primär-, Sekundär- und Tertiärregelreserven. Schlussendlich werden verschiedene mögliche Verfahren zur
 
 

Analyse und Bewertung der Auswirkungen des Anschlusses zusätzlicher Windkraftwerke in Österreich

  • Studie im Auftrag der Energie-Control Austria; Autoren: Dr.-Ing. Martin Wolter, Dipl.-Ing. Torsten Rendel; Institut für Energieversorgung und Hochspannungstechnik; November 2011

  • Herunterladen: WKS_final.pdf (3.829,30 kB)