Schlichtungsverfahren

Schlichtungsverfahren

Symbolbild: Schlichtungsverfahren

 Rudolfsplatz 13a, 1010 Wien

Sie haben ein Problem mit Ihrem Strom- oder Gasanbieter und haben schon selbst mit dem jeweiligen Unternehmen Kontakt aufgenommen und versucht, eine Lösung zu finden? Die Mitarbeiter unserer Schlichtungsstelle helfen gerne und prüfen Ihre Beschwerde sowie Ihren Schlichtungsantrag. Was müssen Sie tun?

 

Sie stellen einen Schlichtungsantrag.

  • Wenn wir Ihre vorgebrachten Fragen direkt beantworten können, wird von der Durchführung eines Schlichtungsverfahrens abgesehen und wir antworten Ihnen ohne Einholung einer Stellungnahme vom Elektrizitäts- bzw. Gasunternehmen direkt.
  • Sind Sie ein Konsument bzw. eine Konsumentin im Sinne des § 1 Konsumentenschutzgesetz können Sie – für den Fall, dass Sie mit den Ausführungen unserer Schlichtungsstelle nicht zufrieden sind – ein Verfahren beantragen. Langt dieser Antrag nicht innerhalb einer Frist von zwei Wochen bei unserer Schlichtungsstelle ein, gilt Ihr Schlichtungsantrag als zurückgezogen.

Es kommt zu einem Schlichtungsverfahren.

  • Nachdem das Verfahren eingeleitet wurde, nehmen wir mit den betroffenen Unternehmen Kontakt auf, um den Sachverhalt aufzuklären und holen eine Stellungnahme zu Ihrer Beschwerde ein. Daraus lässt sich feststellen, ob die Beschwerde zurecht erfolgt ist. Im Unterschied zu einem Gericht können wir jedoch kein Beweisverfahren führen und sind zur Klärung des Sachverhalts auf die Angaben aller Betroffenen angewiesen. Ebenso wenig können wir ein Urteil fällen oder eine Entscheidung treffen, die zwingend umzusetzen ist.
  • Stellt sich heraus, dass die Beschwerde zurecht erfolgt ist und eine Leistung fehlerhaft erbracht wurde bzw. die Höhe der Rechnung ungerechtfertigt ist, versuchen wir, eine einvernehmliche Lösung zwischen Ihnen und dem betroffenen Unternehmen herbeizuführen. Die Energieunternehmen sind verpflichtet, an einem Schlichtungsverfahren mitzuwirken und alle notwendigen Unterlagen zur Verfügung zu stellen. Das Unternehmen hat die Möglichkeit, von sich aus eine Lösung vorzuschlagen. Wir können aber auch selbst den Parteien einen Lösungsvorschlag machen, der allerdings erst verbindlich wird, wenn er von beiden Seiten angenommen wird. Ein von beiden Parteien unterschriebener Lösungsvorschlag hat die Rechtskraft eines außergerichtlichen Vergleichs und ist vor den ordentlichen Gerichten einklagbar.
  • Können wir nach Prüfung der Stellungnahmen und Unterlagen kein Fehlverhalten des Unternehmens feststellen, wird das Verfahren eingestellt.

Hier finden Sie einige Beispielfälle für Schlichtungsverfahren.

Häufig liegt die Ursache der Beschwerde vor allem in der mangelnden Information der Kunden. In vielen Fällen liegt kein Fehlverhalten der Unternehmen vor und es wurde den Gesetzen und Marktregeln entsprechend gehandelt – jedoch werden Sachverhalte oft unzureichend oder für Sie nur schwer nachvollziehbar dargelegt. Die Mitarbeiter unserer Schlichtungsstelle versuchen dann, eine Klarstellung zu erreichen, klären Sie über Ihre Rechte und Pflichten auf und machen die Unternehmen auf ihre Informationspflicht aufmerksam.