Europäischer Energiepreisindex für Haushalte (HEPI)<br>für Januar 2010

Europäischer Energiepreisindex für Haushalte (HEPI)<br>für Januar 2010

Neues Jahr bringt steigende Preise

Marktentwicklung, regulierte Tarife und Steuern als Einflussfaktoren auf den Endpreis

Nach einigen Monaten stabiler Preise wurde Energie im Januar wieder deutlich teurer. Strompreise (ohne Steuern und Abgaben) sind derzeit sogar auf ihrem Höchststand seit Beginn der HEPI-Aufzeichnungen vor einem Jahr (Jänner 2009 = 100 Punkte). Der Strompreisindex ist von 97.95 Indexpunkten letzten Monat auf 100.83 gestiegen. Auch Gaspreise (ohne Steuern und Abgaben) haben angezogen und liegen im Gegensatz zu 80.25 Indexpunkten im Vormonat jetzt bei 82 Punkten; im Vergleich zum Vorjahr ist das allerdings ein Preisverfall von 18 %. Der Aufwärtstrend wird voraussichtlich noch bis in den Frühling oder Sommer anhalten.

Preisänderungen zum Jahreswechsel

Die Gesamtpreisaufstellung zeigt, dass in 12 der 15 Städte, die im HEPI erfasst sind, die Strompreise mit Jahreswechsel geändert wurden; im Gas waren es 10 von 14 Städten. Aber der Jahreswechsel war in zahlreichen Ländern auch Anlass, die Netzgebühren und Energiesteuern neu festzulegen, wodurch sich die große Anzahl und Schärfe der Preisänderungen erklärt.
Im Stromsektor sind es Kunden in Kopenhagen, die von allen Hauptstädten der EU-15 weitaus am meisten auf den Tisch legen müssen. Daran sind hauptsächlich die höheren Energiesteuern in Dänemark Schuld, die für etwa 55 % des Gesamtpreises verantwortlich zeichnen. Im Gegensatz dazu kommen Kunden in Athen und Helsinki am günstigsten davon: Für ihren Strom (inkl. aller Steuern und Abgaben) müssen sie nur etwa ein Drittel der Kopenhagener Preise berappen. Das Gas ist in Stockholm weitaus am teuersten: Dort bezahlt man fast 50 % mehr als in der nächsten Stadt, Kopenhagen, und sogar dreieinhalb Mal so viel wie in London, der billigsten Stadt.