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Gas und Strom aktuell

Status quo: Gasversorgung in Österreich

Die Gasversorgung der österreichischen Kund:innen ist nach wie vor gewährleistet. Der virtuelle Handelspunkt in Österreich (CEGH) ist ausreichend liquide, somit können die Versorger und Händler ausreichend Gas über die Börse oder den OTC-Markt beziehen.

Die Gasflüsse in und um Österreich sind aktuell stabil – mit Importen hauptsächlich aus Deutschland, in geringerem Umfang auch aus Italien und Exporten nach Ungarn, Slowenien und in die Slowakei. Exporte nach Italien hat es seit Mitte April 2026 keine mehr gegeben.

Seit Mitte April wird ebenso laufend eingespeichert. Der Speicherstand in Österreich beträgt, per 6.6.2026, bereits 47,97 TWh bzw. 47,84 % (EU-weit 42,12 %). Berechnet man den Speicherstand per Ende Oktober 2026 mit den durchschnittlichen Speicherbewegungen der letzten fünf Jahre, so ergibt das einen Wert von mehr als 78,5 TWh per 31.10.2026. Es sei explizit darauf hingewiesen, dass es sich hier um eine Prognose auf Basis historischer Daten handelt. Der erreichte Speicherstand Ende Oktober hängt vom Verhalten der Speicherkunden ab und kann natürlich von der Prognose abweichen. Die Entwicklung der tatsächlichen Speicherstände wird von uns permanent beobachtet.

Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten hat auch Auswirkungen auf die EU und somit auf Österreich. Die Blockaden der Straße von Hormus sorgen für Engpässe bei global gehandelten Rohstoffen aus dieser Region – u.a. bei Öl und LNG. Über die Straße von Hormus wurden 2025 rd. 20 Prozent der globalen LNG-Lieferungen transportiert. In die EU kamen aus dieser Region zwar nur überschaubare Mengen an LNG (hauptsächlich nach Italien, aber auch nach Belgien und Polen), aber Asien bezog bislang große LNG-Mengen über diese Route und dort gibt es bereits in einigen Ländern Versorgungseinschränkungen. Der LNG-Bedarf in Asien, verbunden mit der Bereitschaft hohe Preise zu zahlen, hat auch die Großhandelspreise in Europa nach oben getrieben. In Asien wird aufgrund der LNG-Engpasssituation inzwischen auch wieder vermehrt auf den Einsatz von Kohle gesetzt.

Von einem physischen Gasengpass ist in Österreich aus jetziger Sicht auch im kommenden Winter 2026/27 nicht auszugehen. Sowohl die Import- als auch die Speicherkapazitäten sind gut gebucht und wir gehen davon aus, dass diese Kapazitäten auch genutzt werden.

Strom: Musterformulierungen und Musterrechnung

Um Stromrechnungen für Konsument:innen transparenter und verständlicher zu machen, haben wir, wie im ElWG vorgesehen, eine Musterrechnung und Musterformulierungen veröffentlicht. Die Dokumente sind auf unserer Website zu finden: Stromrechnung Musterformulierungen und Musterrechnung

Am 27. April 2026 gab es zu diesem Thema ein Webinar, in dem die veröffentlichten Dokumente vorgestellt wurden. Wie die Musterformulierungen an die jeweiligen Gegebenheiten in den Unternehmen angepasst werden können und sollen, wurde ebenso ausgeführt, wie grundlegende Überlegungen zur Erstellung der Musterrechnung. Es wurde dargestellt, inwieweit die Dokumente verpflichtend zu verwenden sind und welche Aktualisierungen und ergänzenden Dokumente in der Zukunft erwartet werden können. Die Aufzeichnung des Webinars „Musterformulierungen und Musterrechnung in der Praxis“ von Mag. Christina Veigl, LL.M., Leiterin der Abteilung Endkunden der E-Control, ist auf unserer Website zu finden.

Erhebung Netzanschluss - Jahresbericht 2026

Der Jahresbericht 2026 zum Monitoring des Netzanschlusses Erneuerbarer Stromerzeugungsanlagen bildet den Status und Fortschritt des Ausbaus und der Integration der Erneuerbaren Stromerzeugungsanlagen in Österreich im Jahr 2025 ab. Im Jahr 2025 betrug der Ausbau bei Photovoltaik bei 60 Verteilernetzbetreibern, die 98% der Zählpunkte in Österreich abdecken, mehr als 62.000 Zählpunkte bzw. 1,6 GW Engpassleistung. Damit sind aktuell etwa 533.000 Einspeisezählpunkte von Photovoltaikanlagen mit in Summe etwa 9,8 GW gemeldet.

Außerdem wurden im Jahr 2025 über 115.000 Anträge auf Netzanschluss von PV-Anlagen gestellt. Bei PV-Anlagen ≤ 20kW dauerte es im Schnitt ca. sieben Tage von Einlangen des vollständigen Antrags des Netzbenutzers beim Verteilernetzbetreiber bis zur Bestätigung seitens des Verteilernetzbetreibers.

Den Bericht mit alles Details finden Sie online auf unserer Website unter: Publikationen Berichte Strom