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Strom- und Gasstatistik: Jänner 2021

Strom: Verbrauchsrückgang im Jänner 2021 -2,6%, Windkraftwerke wieder mehr im Einsatz (+36,2%)
Gas: Verbrauchsrückgang im Jänner 2021 -3,4%, Gasspeicher noch zu 53,5% gefüllt

Strom:

Der Inlandsstromverbrauch im Bereich der Gesamten Elektrizitätsversorgung Österreichs sank im Jänner 2021 um 0,2 TWh bzw. 2,6% im Vergleich zum Vorjahr auf 6,5 TWh. Erzeugungsseitig kamen die Laufkraftwerke um 0,01 TWh oder 0,7% weniger zum Einsatz. Die Speicherkraftwerke kamen mit 1 TWh um 0,1 TWh bzw. 8,7% weniger zum Einsatz. Insgesamt konnte die Stromerzeugung aus Wasserkraft im Jänner wie im Vormonat einen Rückgang verzeichnen (-0,1 TWh bzw. -4,1%). Die Windkraftwerke legten nach einem Rückgang in den Vormonaten im Jänner um 0,2 TWh bzw. 36,2% zu.

Die Wärmekraftwerke (im Wesentlichen Gaskraftwerke) waren nach einem starken Rückgang im Vorjahr (-2,3 TWh bzw. -12,5%) auch im ersten Monat des neuen Jahres erneut von einem Rückgang gekennzeichnet (-0,4 TWh oder 17%).
 
Insgesamt sank die Erzeugung im Jänner im Vorjahresvergleich um 0,4 TWh oder 6,7% auf 5,6 TWh.
 
Die Importe sanken im Jänner um 0,2 TWh oder 5% auf insgesamt 2,9 TWh, die Exporte reduzierten sich um 0,4 TWh bzw. 21,4%. Die Nettoimporte lagen bei 1,4 TWh und stellten den größten Importüberhang seit August 2018 dar.
 
Leistungsmäßig ergab sich am 3. Mittwoch im Dezember für die Gesamte Elektrizitätsversorgung eine Spitzenlast von 10,43 GW. Alleine im Öffentlichen Netz lag der Spitzenverbrauch auf Stundenbasis bei 9,5 GW (Endverbrauch plus Netzverluste aber ohne Pumpspeicherung). Endverbraucher fragten am 18.01. um 11.30-11.45 Uhr (also auf 15-min Basis) eine maximale Abgabe von 10,02 GW nach, das sind 411 MW weniger als der Maximalwert am dritten Mittwoch.
 
Weitere interessante Daten zur Elektrizitätsversorgung finden Sie hier.
 

Gas:

Die Abgabe an Endkunden sank im Jänner 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 TWh oder 3,4% auf 13 TWh. Die inländische Produktion sank um 0,1 TWh bzw. 11% und setzte den Abwärtstrend des Vorjahres fort. Die Speicherentnahme stieg im Jänner um 11,1 TWh bzw. 90,4%, die Einspeicherung sank um 0,1 TWh bzw. 21,4%. Nach einem rückläufigen Jahr bei den Importen als auch Exporten stiegen die Importe stiegen im ersten Monat des neuen Jahres um 12,5 TWh oder 43,3%, die Exporte stiegen ebenfalls (+24 TWh bzw. 86,9%). Die Importsteigerung basiert auf Importen aus der Slowakei (+15,6 TWh +70,1%), die Steigerung der Exporte lässt sich hauptsächlich durch ein Plus von 16,4 TWh bzw. 1221,7% nach Deutschland und 12,5 TWh bzw. 63,3% nach Italien erklären.
 
Der Speicherinhalt sank sehr stark im Vergleich zum Vormonat und wies einen Füllungsgrad von 53,5% auf (-22% im Vergleich zum Vormonat, aber 31,1%-Punkte weniger als im Vorjahr), was einem Speicherinhalt von 51,3 TWh entspricht.
 
Geringe Einspeicherungen und höhere Speicherentnahmen haben zu insgesamt 11,3 TWh mehr verfügbarem Gas geführt, die vor allem durch geringere Nettoimporte (-11,5 TWh) und den niedrigeren Endverbrauch kompensiert wurden.
 
Weitere interessante Daten zur Erdgasversorgung finden Sie hier.