Österreichische Gasversorgung vorerst weiterhin gesichert

Österreichische Gasversorgung vorerst weiterhin gesichert

Geringere Gas-Liefermengen sind durchaus üblich

Derzeit kommt es zu geringeren Lieferungen von Erdgas aus Russland nach Österreich. „Es braucht sich derzeit aber niemand um die Gas-Versorgungslage Sorgen machen. Leichte Einschränkungen bei Gaslieferungen sind nicht unüblich und haben derzeit keinerlei Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit in Österreich.“, betonen die Vorstände der E-Control, Walter Boltz und Martin Graf. Liefereinkürzungen von russischem Gas können auch über einen längeren Zeitraum überbrückt werden. Heute ist es neuerlich zu einer Einschränkung von rund 15 Prozent gekommen, die Gründe dafür sind allerdings derzeit nicht bekannt.

Speicher voll wie selten zuvor

„Die gewohnt zuverlässige Versorgungssicherheit ist nach wie vor gegeben, die Erdgasspeicher in Österreich sind nahezu vollständig gefüllt. Die heimischen Gasspeicher sind mittlerweile nahezu voll. Das ist eine sehr gute Ausgangslage für den kommenden Winter.“, betont Walter Boltz. Aufgrund der geringen Spotpreise und dem zunehmenden Preisabstand zu den Wintermonaten, in denen aufgrund der anhaltenden Unsicherheit durch die Ukraine-Krise deutlich höhere Preise erwartet werden, wurde im ersten Halbjahr 2014 bereits deutlich mehr Gas von den Gashändlern und Gasversorgern eingespeichert. Die Entnahme aus Gasspeichern war im ersten Halbjahr 2014 um 50 Prozent geringer als im Vorjahr, die Einspeicherperiode und damit die Auffüllung der Speicher hat deutlich früher eingesetzt. In Österreich stehen Gasspeicher mit einer Lagerkapazität von 8,1 Milliarden Kubikmeter Gas zur Verfügung, das ist mehr als der Jahresverbrauch der österreichischen Gaskunden von rund 7,8 Milliarden Kubikmetern 2013. „Kaum ein anderes EU-Land hat im Verhältnis zum Gasverbrauch ein so hohes Speichervolumen wie Österreich. Österreich ist für den kommenden Winter also gut gerüstet. Und natürlich steht die E-Control in laufendem Kontakt mit den Netzbetreibern, dem Regelzonenführer und den Importen, um über die aktuellsten Informationen verfügen zu können.