Smart Metering

Smart Metering

Das Dritte EU-Energiebinnenmarktpaket – Binnenmarkt-RL Gas - sieht vor, dass intelligente Messsysteme eingeführt werden, durch welche die aktive Beteiligung der Kunden am Gasversorgungsmarkt unterstützt wird. Kunden müssen häufig genug in angemessener Form über ihren tatsächlichen Gasverbrauch und ihre Gaskosten informiert werden, um ihren eigenen Gasverbrauch regulieren zu können.

Smart Meter sind digitale Zählgeräte zur Erfassung des Energieverbrauchs in kurzen Zeitintervallen, wobei die Verbrauchswerte fern übertragen werden. Gegenüber den derzeit verwendeten Messgeräten verfügen Smart Meter über neue Funktionen. Diese erlauben zusätzliche Dienstleistungen, die ferngesteuert, voll automatisiert und damit kostengünstig angeboten werden können. Smart Meter sind für einen flächendeckenden Einbau konzipiert und unterscheiden sich daher meist auch in der Art, Anbringung und Übertragung von anderen Zählerarten, wie etwa Lastprofilzählern.

Um aus Smart Metering eine transparente, barrierefreie und wettbewerbsfördernde Lösung, die allen Kunden und Marktteilnehmern den gleichen Nutzen bringt, zu machen, ist es von größter Bedeutung bei derartigen Systemen Funktionen und Anforderungen österreichweit zu vereinheitlichen und im Regulierungsrahmen entsprechende Grundlagen zu schaffen.

Smart Metering soll prinzipiell die Übermittlung der Daten aller leitungsgebundenen (Strom, Gas und Fernwärme) und gegebenenfalls auch nicht leitungsgebundenen Energieträger wie Öl oder Pellet, sowie von Umfeldfaktoren wie Raumwärme, Temperatur, einschließen. Dies bedeutet etwa, dass der Gasnetzbetreiber Smart Meter bei seinen Kunden installiert und die Daten gegebenenfalls über die bereits vorhandene Smart Metering Infrastruktur des Stromnetzbetreibers weitergibt bzw. über dessen Zentralsystem verarbeitet. Dadurch ist der Aufbau einer vollständigen zweiten Kommunikationsinfrastruktur nicht notwendig und es können erhebliche Kosten- bzw Effizienzvorteile sowohl beim Strom- als auch beim Gasnetzbetreiber generiert werden. Grundsätzlich ist daher die Einbindung verschiedener Energiearten in eine bestehende Smart Metering Infrastruktur zu ermöglichen und die Effekte in die Analyse auf jeden Fall einzubeziehen.

Wichtigste Vorteile von Smart Metering:

 
  • Verteilernetzbetreiber profitieren von Smart Metering in erster Linie durch Effizienzsteigerungen bei aufwandsintensiven Geschäftsprozessen, wie etwa der Ablesung, Abrechnung und Ein-/Abschaltung der Anlagen.
  • Lieferantenseitig ergeben sich die Vorteile hauptsächlich aus der Verfügbarkeit von genauen und zeitnahen Energieverbrauchsdaten, wodurch neue Dienstleistungen ermöglicht werden.
  • Kunden profitieren auch durch die Verfügbarkeit von genauer und zeitnaher Information über den tatsächlichen Energieverbrauch.