Gaskund:innen aufgepasst – Zählerablesung zu Beginn der Heizsaison: Werden Sie aktiv!

Gaskund:innen aufgepasst – Zählerablesung zu Beginn der Heizsaison: Werden Sie aktiv!

Auch wenn die letzten Wochen noch recht warm waren: die kalte Jahreszeit steht kurz bevor. Im Strombereich haben mittlerweile fast alle Kund:innen Smart Meter, die elektronisch funktionieren, und die Energiewerte automatisch an den Netzbetreiber übertragen. Damit ist eine korrekte Abrechnung laufend möglich. 

Gas-Zähler sind im Gegensatz dazu immer noch mechanisch, dh sie können nicht aus der Ferne ausgelesen werden, sondern müssen vor Ort abgelesen werden. Da das einen ziemlichen Aufwand bedeutet, wird es im Regelfall nur einmal im Jahr durch den Netzbetreiber selbst durchgeführt.

Warum ist der Zählerstand wichtig für meine Gasrechnung?

Die Basis für die Verrechnung ist die verbrauchte Energie. Dieser Verbrauch wird durch das Messgerät erfasst. Die gesamte Menge – in Kilowattstunden (kWh) – wird dann mit dem Preis, der in Ihrem Liefervertrag angegeben ist, multipliziert. Dazu kann noch ein Grundpreis kommen, der unabhängig vom Verbrauch ist.

Probleme bei der Verrechnung entstehen dann, wenn sich während des Jahres Preise ändern. Damit in so einem Fall eine korrekte Verrechnung stattfinden kann, müsste bekannt sein, wie hoch der Verbrauch zum Zeitpunkt der Preisänderung  war. Der Verbrauch müsste abgegrenzt werden können. Dafür braucht es aber eine Ablesung des Zählers. Das ist bei Gas auch darum so wichtig, weil der Verbrauch übers Jahr gesehen stark schwankt. Im Sommer verbraucht ein durchschnittlicher Haushalt, der mit Gas heizt, so gut wie nichts, im Winter dafür sehr viel.

Die Netztarife, die alle Kund:innen für die Netznutzung zahlen, ändern sich immer zum Jahreswechsel und damit in der Mitte der Heizsaison. Gerade zu diesem Zeitpunkt ist eine Zählerablesung daher sehr wichtig. 

Werden Sie aktiv!

Helfen Sie daher selbst mit, damit Ihre Abrechnung so korrekt wie möglich ist und es nicht nachträglich zu Unklarheiten oder Korrekturen kommt. Viele Netzbetreiber bieten verschiedene Möglichkeiten an, den Zählerstand bekanntzugeben. Oft ist dies über das Netzbetreiber-Portal im Internet möglich, per E-Mail oder sogar per Telefon. Machen Sie ein Foto mit Ihrem Handy vom Zählerstand, kontaktieren Sie Ihren Netzbetreiber und fragen Sie nach, welche Wege angeboten werden oder informieren Sie sich auf dessen Website.

Nützen Sie gleich jetzt den Beginn der Heizsaison für die Zählerablesung! Und notieren Sie sich gleich in Ihrem Kalender für den Jahreswechsel die nächste Selbstablesung. Sie haben das Recht, viermal im Jahr Ihre Zählerstände bekanntzugeben, die vom Netzbetreiber auch berücksichtigt werden müssen. Sie erhalten dann auch eine Übersicht über Ihre Verbrauchsentwicklung, was dabei helfen kann, mehr Kostenkontrolle zu erlangen, gerade in einem kalten Winter.