Der EAG-Monitoringbericht, der eine Vorgabe des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes (EAG) ist, gibt einen Überblick über die Entwicklung des erneuerbaren Stromsektors, bietet Darstellungen und Analysen zur Energieverbrauchsentwicklung sowie Angaben zu den Aufwendungen für Förderungen, er zeigt den bisher erreichten Fortschritt und macht deutlich, wo noch Herausforderungen warten. Im EAG sind Erneuerbarenziele vorgegeben, deren Erreichung wir laufend überwachen. Ein wesentlicher Bestandteil des Berichtes liegt auch in der Evaluierung, inwieweit das 100%-Ziel aus dem EAG erreicht wird.
Wie stark die Stromerzeugung von der Witterung beeinflusst wird, hat 2025 einmal mehr deutlich gemacht. Aufgrund des deutlichen Rückgangs bei der Wasserkrafterzeugung konnten im vergangenen Jahr 78% des Inlandstromverbrauchs durch erneuerbaren Strom gedeckt werden. 2024 hat es im Vergleich dazu einen statistischen Höchstwert an Erneuerbaren gegeben, nämlich von 94% bei der Stromerzeugung. Gleichzeitig ist 2025 auch der Inlandstromverbrauch gestiegen. Die Bruttostromerzeugung aus Erneuerbaren sank inklusive Erzeugung aus Pumpspeichern im Jahr 2025 auf 60.200 GWh.
Der EAG-Monitoringbericht zeigt aber auch sehr positive Entwicklungen auf. So konnte die installierte Leitung von Erneuerbaren bis Ende 2025 weiter gesteigert werden. In Summe ist es bei den in der nachfolgenden Abbildung dargestellten Technologien - verglichen mit 2020 - zu einem netto Zubau von 10.212 MW gekommen, wobei hier 940 MW für Pumpspeicherkraftwerke nicht inkludiert wurden.
Der EAG-Monitoringbericht zeigt aber auch sehr positive Entwicklungen auf. So konnte die installierte Leitung von Erneuerbaren bis Ende 2025 weiter gesteigert werden. In Summe ist es bei den in der nachfolgenden Abbildung dargestellten Technologien - verglichen mit 2020 - zu einem netto Zubau von 10.212 MW gekommen, wobei hier 940 MW für Pumpspeicherkraftwerke nicht inkludiert wurden.
Abb.1: Entwicklung der Bruttoengpassleistung ohne Pumpspeicherkraftwerke; Quelle: E-Control, Juni 2026 vergrößern
Das EAG sieht einen zusätzlichen Ausbau bis 2030 von 27 TW erneuerbarer Stromerzeugung vor. Umgerechnet auf die einzelnen Technologien bedeutet das einen jährlichen Zubau von 1.100 GWh bei der Photovoltaik, 1.000 GWh Wind, 500 GWh Wasserkraft sowie 100 GWh Biomasse.
Photovoltaik hat auch im Jahr 2025 einen Boom erlebt, während bei Wind, Wasser und Biomasse ein Aufholbedarf besteht. Wie erwähnt war 2025 ein sehr schlechtes Wasserjahr. Das zeigt, dass klimatische Bedingungen die jährliche Zielerreichung erheblich beeinflussen können. Daher ist für eine langfristige Betrachtung vor allem auch der tatsächliche Ausbau der Erzeugungskapazitäten entscheidend.
Speziell was die erfasste Einspeisung in das öffentliche Netz betrifft, verharrt das Erneuerbare Gauf nach wie vor auf sehr niedrigem Niveau. 2025 wurden aber lediglich 0,16 TWh in das öffentliche Gasnetz eingespeist.
Ein positives Signal setzen auch 2025 die Energiegemeinschaften. So stieg die Zahl der Erneuerbaren-Energiegemeinschaften (EEGs) von Ende Juni 2025 von 3.896 auf 5.999 Ende Juni 2026. Den größten Zuwachs über diesen Zeitraum gab es im Netzbereich28 Niederösterreich mit 1.270 neuen EEGs gefolgt von Oberösterreich mit 1.071 neuen EEGs.
Abb.2: Quelle: E-Control vergrößern
Der aktuelle Bericht mit allen Details steht auf unserer Website zur Verfügung: EAG-Monitoringbericht