234.982 Strom- oder Gaskund:innen (Haushalte und Unternehmen) haben sich heuer im ersten Halbjahr einen neuen Lieferanten gesucht. Das ist ein Rekord bei den Wechselzahlen und noch einmal mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, als 210.761 Kund:innen den Lieferanten gewechselt hatten. Die bisher höchste Wechselrate hat es im Jahr 2019 gegeben, als diese bei rund 219.000 gelegen ist. Das geht aus unserer aktuell veröffentlichten Marktstatistik hervor.
Die Wechselrate im ersten Halbjahr betrug bei Strom 2,9 Prozent und bei Gas 4,1 Prozent. Einen neuen Stromlieferanten suchten sich in diesem Zeitraum insgesamt 187.256 Kund.Innen (davon 152.459 Haushalte), einen neuen Gaslieferanten 47.726 Kund:innen (davon 42.387 Haushalte).
Dass es bei den Wechselzahlen einen neuen Rekord gegeben hat, zeigt dass sich die Konsument:innen vermehrt mit ihren Strom- oder Gastarifen auseinandersetzen. Geopolitische Spannungen führen zu Unsicherheiten, wie es mit den Preisen weitergeht und viele Konsument:innen wollen noch vor der nächsten Heizsaison möglichst günstige Strom- und Gastarife sichern.
Den Stromlieferanten am häufigsten wechselten im ersten Halbjahr – im Verhältnis zur Kund:innenanzahl – neuerlich die Niederösterreicher:innen mit 4,8 Prozent (41.329 Kund:innen), gefolgt von den Oberösterreicher:innen und Steirer:innen mit je 3,3 Prozent (34.291 Kund:innen bzw. 31.029 Kund:innen).
Der Gaslieferant wurde ebenfalls am häufigsten in Niederösterreich gewechselt, und zwar mit 5,4 Prozent bzw. 13.581 Kund:innen, gefolgt von der Steiermark mit 5,1 Prozent (2.945 Kund:innen) und Oberösterreich mit 4,7 Prozent (5.399 Kund:innen).
Die Konsument:innen im Westen Österreichs bleiben auch weiterhin wenig aktiv beim Lieferantenwechsel. Die Wechselrate war sowohl bei Strom in Tirol mit 0,8 Prozent (4.231 Kund:innen) und bei Gas mit 1,7 Prozent bzw. 942 Kund:innen am niedrigsten.
Die Details zu den Anbieterwechselzahlen sind auf der Homepage der E-Control zu finden: Strom, Gas