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Strom- und Gasstatistik: November 2020

Stromverbrauch um 0,5% niedriger, Gasverbrauch um 4,4% höher als 2019.

 

Strom: November 2020

Der Inlandsstromverbrauch im Bereich der Gesamten Elektrizitätsversorgung Österreichs sank im November 2020 um 0,03 TWh bzw. 0,5% im Vergleich zum Vorjahr auf 6,1 TWh. Erzeugungsseitig kamen die Laufkraftwerke um lediglich 0,02 TWh oder 1,2% mehr zum Einsatz – im Vormonat waren es noch 0,9 TWh bzw. +54,8%. Die Speicherkraftwerke kamen mit 1,2 TWh zwar immer noch um 0,1 TWh bzw. 8% mehr zum Einsatz, aber auch hier war die Steigerung geringer als im Vormonat (-2,7%). Insgesamt konnte die Stromerzeugung aus Wasserkraft im November trotzdem eine Steigerung um 0,1 TWh bzw. 3,6% verzeichnen, wenngleich diese auch deutlich geringer war als in den vier Monaten zuvor. Die Windkraftwerke produzierten mit 0,4 TWh seit Mai im Jahresvergleich erstmals weniger (-0,4 TWh bzw. -49,4%).
 
Die Wärmekraftwerke (im Wesentlichen Gaskraftwerke) setzen ihren Trend fort und kamen auch im November weniger zum Einsatz (-0,2 TWh bzw. -9%).
 
Nach vier Monaten kontinuierlicher Steigerungen sank die Erzeugung im November im Vorjahresvergleich um 0,5 TWh oder 7,3% auf 5,7 TWh. Die Importe legten hingegen um 0,5 TWh oder 24,1% auf insgesamt 2,5 TWh deutlich zu, die Exporte stiegen ebenfalls (+0,2 TWh bzw. +12,4%). Die Nettoimporte lagen bei 686 GWh und stellten den zweitgrößten Importüberhang in diesem Jahr dar.
 
Leistungsmäßig ergab sich am 3. Mittwoch im November für die Gesamte Elektrizitätsversorgung eine Spitzenlast von 9,98 GW. Alleine im Öffentlichen Netz lag der Spitzenverbrauch auf Stundenbasis bei 9,07 GW (Endverbrauch plus Netzverluste aber ohne Pumpspeicherung). Endverbraucher fragten am 30.11. um 17.30-17.45 Uhr (also auf 15-min Basis) eine maximale Abgabe von 10 GW nach, das sind 46 MW mehr als der Maximalwert am dritten Mittwoch.

Weitere interessante Daten zur Elektrizitätsversorgung finden Sie hier.

 

Gas: November 2020

Die Abgabe an Endkunden stieg im November 2020 im Vergleich zum Vorjahr zum ersten Mal seit März um 0,4 TWh oder 4,4% auf 10,3 TWh. Die inländische Produktion sank um 0,2 TWh bzw. 25,6% und setzte den diesjährigen Abwärtstrend fort, der nur im Februar durch eine Steigerung von 0,3% unterbrochen wurde. Die Speicherentnahme stieg um mehr als das Doppelte (+2,9 TWh bzw. 120,8%). Die Einpressung steigerte sich um 0,9 TWh bzw. 46,3%. Die Importe sanken nach einer Steigerung im Vormonat um 9,5 TWh oder 20,8%, die Exporte ließen ebenfalls nach (-8,1 TWh oder -21,9%).       
 
Der Speicherinhalt sank im Vergleich zum Vormonat und wies einen Füllungsgrad von 87,7% auf (-2,4% im Vergleich zum Vormonat, aber 11,1%-Punkte weniger als im Vorjahr), was einem Speicherinhalt von 84 TWh entspricht.
 
Höhere Einspeicherungen und Speicherentnahmen haben zu insgesamt 2 TWh mehr verfügbarem Gas geführt, die vor allem durch geringere Nettoimporte (-2,1 TWh) kompensiert wurden.

Weitere interessante Daten zur Erdgasversorgung finden Sie hier.