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Strom- und Gasstatistik: September 2020

Stromverbrauch um 1,1% niedriger, Gasverbrauch um 24,2% niedriger als 2019.

 

Strom: September 2020

Der Inlandsstromverbrauch im Bereich der Gesamten Elektrizitätsversorgung Österreichs sank im September 2020 um 0,1 TWh bzw. 1,1% im Vergleich zum Vorjahr auf 5,5 TWh. Witterungsbedingt kamen erzeugungsseitig die Laufkraftwerke um 0,6 TWh oder 34,8% mehr zum Einsatz – der prozentuell mit Abstand höchste Wert diesen Jahres. Im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt lag die Laufwasserkraftwerksproduktion heuer um 15% über diesem, im Jahr 2019 aber um 15% darunter. Die Speicherkraftwerke kamen mit 1,5 TWh um 0,3 TWh bzw. 26,5% mehr zum Einsatz, das sind rund 21% mehr als der im Juli erreichte bisherige Jahreshöchstwert. Insgesamt war das 3. Quartal jedoch das einzige, das von einem Zuwachs in allen Monaten bei der Erzeugung aus Wasserkraftwerken gekennzeichnet war (13,6% bis 31,6%). Ein ähnliches Bild zeichnete sich im 3. Quartal bei den Windkraftwerken ab, die eine Zunahme zwischen 1,1% und 22% verzeichneten. Die Erzeugung aus Windkraftwerken legte nach 22% im August im September nur noch um 0,03 TWh oder 8% zu.
 
Die Wärmekraftwerke (im Wesentlichen Gaskraftwerke) kamen, wie in den Monaten davor, auch im September weniger zum Einsatz (-0,6 TWh bzw. -37,6%).
 
Insgesamt stieg im Vorjahresvergleich die Erzeugung um 0,5 TWh oder 10% auf 5,9 TWh, was der größten Steigerung des Jahres entspricht, so dass im gesamten 3. Quartal ein Erzeugungszuwachs zwischen 0,4 TWh oder 7,6% und 0,5 TWh bzw. 10% zu verzeichnen war. Die Importe sanken im September um 0,6 TWh oder 25,4% auf den prozentuell bisherigen Tiefstand des Jahres, die Exporte legten leicht zu (+0,04 TWh bzw. 2,4%). Die Nettoexporte lagen bei 91 GWh. Wie in den Vormonaten kam es somit zu einem Exportüberhang, auch wenn dieser im Vergleich zu 687 GWh im Juli und 351 GWh im September deutlich abflachte.
 
Leistungsmäßig ergab sich am 3. Mittwoch im September für die Gesamte Elektrizitätsversorgung eine Spitzenlast von 9,34 GW. Alleine im Öffentlichen Netz lag der Spitzenverbrauch auf Stundenbasis bei 8,38 GW (Endverbrauch plus Netzverluste aber ohne Pumpspeicherung). Endverbraucher fragten am 28.9. um 11.45-12.00 Uhr (also auf 15-min Basis) eine maximale Abgabe von 9,1 GW nach, das sind 269 MW weniger als der Maximalwert am dritten Mittwoch.

Weitere interessante Daten zur Elektrizitätsversorgung finden Sie hier.

 

Gas: September 2020

Die Abgabe an Endkunden sank im September 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 TWh oder 24,2% auf 4,8 TWh, wobei die Abgabe an Endkunden im gesamten 3. Quartal rückläufig war. Die inländische Produktion sank um 0,1 TWh bzw. 11,1% und setzte den diesjährigen Abwärtstrend fort, der nur im Februar durch eine Steigerung von 0,3% unterbrochen wurde. Die Speicherentnahme verdoppelte sich (+1,5 TWh bzw. 99,6%). Die Einpressung stieg nach einem Rückgang von 5,1 TWh bzw. 50,1% im Juli und 1,1 TWh bzw. 16,4% im August im September um 1 TWh oder 22,4%. Die Importe sanken nach einem leichten Anstieg im August (+3,8 TWh bzw. 9,7%) im September um 2,6 TWh oder 6,2%, die Exporte sanken zum ersten Mal im 3. Quartal (-0,5 TWh oder -1,6%).
 
Der Speicherinhalt stieg im Vergleich zum Vormonat und wies einen Füllungsgrad von 91,7% auf (+2,4% im Vergleich zum Vormonat, aber 7,9%-Punkte weniger als im Vorjahr), was einem Speicherinhalt von 85,9 TWh entspricht.
 
Moderate Einspeicherungen und höhere Speicherentnahmen haben zu insgesamt 0,5 TWh mehr verfügbarem Gas geführt, die vor allem durch geringere Nettoimporte (-2,1 TWh) aber auch den niedrigeren Endkonsum kompensiert wurden.

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