Restlastverfahren als Option im Clearing Gas<br>Sonstige Marktregeln Gas Kapitel 1, 2 und 5

Nach Konsultation des Vorschlages für die Umsetzung des Restlastverfahrens in den Marktregeln Gas durch die Energie-Control Austria mit den Marktteilnehmern im Mai 2010 wurden bei der Informationsveranstaltung zum Restlastverfahren am 31. August 2010 die Grundsätze des Restlastverfahrens, die eingelangten Stellungnahmen zum Konsultationspapier, die Umsetzung im Clearing sowie Ergebnisse aus dem Probebetrieb präsentiert und mit den Marktteilnehmern diskutiert. Als Ergebnis der Sitzung vom 31. August 2010 wurde festgehalten, das Restlastverfahren ab 1. Oktober 2010 im Clearing optional für jene Netzbetreiber einzuführen, die in ihrem Netzgebiet den Bottom-up-Ansatz für die Verbrauchsermittlung heranziehen.

Aus der Einführung des Restlastverfahrens ergeben sich Änderungen in den Allgemeinen Bedingungen des Bilanzgruppenkoordinators AGCS (AB BKO) sowie in den Kapiteln 1, 2, und 5 der Sonstigen Marktregeln. Die Änderungen der AB BKO der AGCS wurden mit Bescheid der Energie-Control Austria vom 14.09.2010 genehmigt. Die geänderten Kapitel 1, 2 und 5 der Sonstigen Marktregeln Gas wurden am 15. September 2010 veröffentlicht und treten mit 1. Oktober 2010 in Kraft.

Die neuen Regelungen in den Marktregeln betreffen unmittelbar nur den Bilanzgruppenkoordinator AGCS sowie jene Netzbetreiber, die in ihrem Netzgebiet auf den Bottom-up-Ansatz für die Verbrauchsermittlung umstellen. Auswirkungen aus dem Restlastverfahren im Clearing ergeben sich darüber hinaus nur für Versorger von Standard-Lastprofil-Kunden in jenen Netzgebieten, wo der Netzbetreiber den Bottom-up-Ansatz für die Verbrauchsermittlung anwendet. Eine Liste jener Netzbetreiber, wo im Clearing eine Aufteilung und Zuweisung des Restlastfehlers erfolgt, ist gemäß AB BKO vom Bilanzgruppenkoordinator AGCS zu veröffentlichen.


Sonstige Marktregeln Gas

Hier finden Sie die neuen Regelungen in den Marktregeln
-> www.e-control.at/de/recht.../sonstige-marktregeln-gas
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