Smart Meter – Klarstellung der Anforderung von § 3 Z 1 der IMA-VO 2011

Die E-Control erhält wiederholt Anfragen von verschiedenen Marktteilnehmern zu einzelnen Vorgaben der Intelligente Messgeräte-AnforderungsVO 2011 (IMA-VO 2011), weshalb hiermit die Gelegenheit genutzt wird, um speziell zu einer Anforderung dieser Verordnung eine Klarstellung zu geben. Die Frage, die in diesem Zusammenhang an die E-Control gestellt wird, betrifft die Vorgabe einer bestimmten Kommunikations- bzw. Systemarchitektur und ob die Kommunikationseinheit des Zählgerätes physisch im Gerät selbst oder auch außerhalb sein kann bzw. darf.

Diesbezüglich ist prinzipiell anzumerken, dass die erwähnte Verordnung lediglich funktionelle Mindestanforderungen an die Geräte enthält, es sich dabei jedoch in keinem Fall um technische Spezifikationen im engeren Sinne handelt. Ziel dieser Verordnung ist es, allen österreichischen Kunden beim Einbau von intelligenten Messgeräten die gleichen Funktionen zur Verfügung zu stellen. Zudem ist die IMA-VO 2011 gemäß § 83 Abs. 2 ElWOG 2010 die zukünftige Grundlage zur Ermittlung der Kostenbasis für die Entgeltbestimmung bei der Einführung intelligenter Messgeräte.

Konkret, auf die oben erwähnte Fragestellung der Kommunikationseinheit bezogen, bedeutet dies, dass die technische Ausgestaltung der bidirektionalen Kommunikation von der erwähnten Verordnung offen gelassen wird. § 3 Z 1 IMA-VO 2011 fordert lediglich, dass die Geräte über eine bidirektionale Kommunikationsanbindung verfügen müssen – wie diese jedoch technisch ausgestaltet wird, obliegt damit jeweils dem Hersteller/Systemprovider bzw. dem Netzbetreiber. Es ist daher irrelevant, ob diese Schnittstelle physisch innerhalb oder außerhalb des Zählgerätes liegt, solange bei allen installierten intelligenten Messgeräten eine der Verordnung entsprechende bidirektionale Verbindung verfügbar ist und eine Auslesung der geforderten Verbrauchswerte gemäß den relevanten rechtlichen Bestimmungen ermöglicht wird.

Hinweis : Die E-Control möchte zudem erneut hervorheben, dass die IMA-VO 2011 keinerlei Vorgaben in Bezug auf eine bestimmte Systemarchitektur oder Kommunikationstechnologie macht. Diese Entscheidung obliegt dem betroffenen Netzbetreiber in Zusammenarbeit mit dem gewählten Hersteller bzw. Systemprovider.