Österreichische E-Wirtschaft auf solidem Kurs

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich die größten heimischen Energieversorgungsunternehmen im vergangenen Jahr solide entwickelt. Das zeigt eine Analyse der Unternehmensergebnisse für 2012 durch die Regulierungsbehörde E-Control.
„Das vergangene Jahr war kein leichtes, aber in Summe haben sich die großen Versorger gut entwickelt“, sagt E-Control-Vorstand Martin Graf. „Es gibt keinen Grund für übertriebenes Wehklagen.“ Bis auf die oberösterreichische Energie AG konnten alle Unternehmen ihre Umsätze steigern. Am deutlichsten stieg der Umsatz bei der Energie Steiermark (+43,9 Prozent), was vor allem auf Einmaleffekte durch Umstrukturierungen zurückzuführen war. Die burgenländische BEWAG (nunmehr Energie Burgenland) verbuchte bedingt durch die Fusion mit der BEGAS ein deutliches Umsatzplus von 21,8 Prozent. Signifikant zugelegt haben auch der Kärntner Landesenergieversorger KELAG (+20,9 Prozent) sowie die Linz AG (+10,6 Prozent).

Gewinne sind gesunken
Gewachsen sind bei den großen Energieunternehmen aber auch die Kosten. So sind bei einigen Versorgern die Personalkosten unter anderem aufgrund der Auswirkungen der Finanzkrise deutlich gestiegen, durch teure Gasverträge mussten Unternehmen Verluste hinnehmen bzw. Abschreibungen tätigen. Dadurch hat sich 2012 die Ergebnissituation insgesamt verschlechtert. Das Betriebsergebnis (EBIT) sank bei den analysierten Unternehmen um knapp achtzehn Prozent, von 1,66 Milliarden Euro auf 1,36 Milliarden Euro. Die EBIT-Marge (Gewinn vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz) sank im Durchschnitt der Energieunternehmen auf rund sieben Prozent.

Versorger stehen auf gesunden Beinen
Die Kapitalstruktur der großen Energieversorger ist sehr zufriedenstellend. Das den Unternehmen zur Verfügung stehende Kapital ist seit der Strommarktliberalisierung 2001 um 63 Prozent gestiegen. „Die Energieversorger stehen auf gesunden Beinen“, betont Vorstand Graf. Lag die durchschnittliche Eigenkapitalquote zu Beginn der Liberalisierung bei nur etwa 25 Prozent, sind es mittlerweile im Schnitt 40 Prozent.

Sichere Einnahmen durch Netzbereiche
Stabile Einnahmen und Renditen lieferten den Energieversorgern deren Netzgesellschaften (deren Erlöse von der E-Control als Regulierungsbehörde festgelegt werden). Zum Gesamtumsatz ihrer Mutterunternehmen steuerten die gesamten heimischen Netzbetreiber mehr als ein Fünftel (21,3 Prozent) bei. Bei den 13 größten heimischen Energieversorgungsunternehmen betrug der Anteil des Netzbereichs am Gesamtumsatz rund 24 Prozent. Die E-Control gewährt den Strom- und Gasnetzbetreibern aktuell eine Rendite von 6,42 Prozent auf ihr eingesetztes Kapital. Martin Graf: „Die Unternehmen haben damit genug finanzielle Mittel für zukünftige Investitionen in die Versorgungssicherheit und den Ausbau der Netze.“

Pressemappe Österreichische E-Wirtschaft 2012

Details zur Österreichische E-Wirtschaft 2012 finden Sie hier.
-> www.e-control.at/portal/p...hmensergebnisse_final.pdf
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