Veranstaltung: Infrastruktur-Enquete<br>Die Finanzierung der Energie-Zukunft

Bei der Infrastruktur-Enquete der E-Control am 10. Juni diskutierten rund 100 Teilnehmer über die Zukunf der Energieinfrastruktur und deren Finanzierung. Moderiert von Corinna Milborn (Puls4) referierten und debattierten Gastgeber Martin Graf, Vorstand der E-Control, Peter Oswald, CEO Europe & International Division der Mondi Group, Christoph Holzer, Investment Manager der Allianz Capital Partners sowie Melchior Karigl und Matthias Woitok von der Europäischen Investitionsbank.
Corinna Milborn und Martin Graf während der Podiumsdiskussion
Abb 2: Corinna Milborn und Martin Graf während der Podiumsdiskussion
Bis 2020 müssen rund 8,7 Milliarden Euro in den Ausbau der Netze investiert werden, um einerseits die Versorgungssicherheit zu garantieren und andererseits die Integration der dezentral erzeugten Erneuerbaren Energien zu bewerkstelligen. Dazu kommt etwa eine Milliarde, die für den Umstieg auf Smart Meter ausgegeben werden muss.

Für diese Herausforderungen sollten auch neue Finanzierungsformen in Betracht gezogen werden, wünschte sich Martin Graf aus Sicht der E-Control. Statt der bisher üblichen Finanzierung über Kredite wären etwa auch Modelle denkbar, bei denen sich auch die Stromkunden - beispielsweise über Anleihen - beteiligen und mitverdienen können.

Angesprochen wurden bei der Diskussion auch Varianten, bei denen mehrerer Projekte verschiedener Versorger in einer Projektgesellschaft zusammengefasst würden. An der Finanzierung dieser dann größeren Volumina könnte sich etwa die Europäischen Investitionsbank beteiligen. Einzelprojekte seien dafür meist zu klein, wie Matthias Woitok erläuterte.

Publikumsdiskussion mit dem Podium
Abb 4: Publikumsdiskussion mit dem Podium
Dass Infrastrukturprojekte gerade in Krisenzeiten besonders auch für institutionelle Anleger mit lanfristigen Strategien hoch interessant sind, bestätigte Christoph Holzer und sprach dabei sicher nicht nur für seine Allianz. Der rasche Ausbau der Strom-Infrastruktur könnte sich laut Martin Graf schließlich sogar doppelt rechnen. Denn in der derzeitigen Konjunkturflaute seien vorgezogene Infrastrukturprojekte ein Programm zur Konjunkturbelebung, für das keine Steuergelder eingesetzt werden müssten.

Infrastruktur-Enquete

Präsentationen, Bilder und Videoaufzeichnung der Veranstaltung
-> www.e-control.at/de/markt...nts/infrastruktur-enquete
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