1. Energie-Dialog 2010 mit Gazprom-Vizechef Alexander Medvedev

Prominenter Gast beim ersten Energie Dialog der E-Control in diesem Jahr. Steigerung der Kapazitäten des Gazprom-Speichers in Oberösterreich und Vorantreiben des Gaspipeline-Projekts South Stream sind zentrale Ziele des weltweit größten Erdgasunternehmens, die Österreich direkt betreffen.





Die E-Control lud am Freitag, den 28. Mai 2010, zum ersten Energie-Dialog des Jahres. Als prominenter Key Note Speaker konnte Alexander Medvedev, Generaldirektor der Gazprom Export GmbH, gewonnen werden. Über 100 hochkarätige Gäste aus Energiewirtschaft, Politik und Medien waren gekommen, um mit dem Gazprom-Vizechef und dem Geschäftsführer der E-Control, Walter Boltz, über die Erwartungen der Gazprom an Europa zu diskutieren.

Prognosen sagen voraus, dass die Gasproduktion in Europa rückläufig sein wird und sich bis zum Jahr 2030 – bei gleichzeitig steigendem Gasbedarf – eine nicht unerhebliche Lücke im Ausmaß von 500 Mrd. Kubikmeter Gas pro Jahr zwischen europäischer Eigenproduktion und europäischem Gesamtbedarf öffnen wird. „Die Neuerungen durch die Umsetzung von EU-Regeln und den absehbaren Entwicklungen am europäischen Gasmarkt haben uns dazu bewegt, das Thema der europäischen Gasversorgung in den Mittelpunkt des ersten Energie-Dialogs 2010 zu stellen“, erklärte Walter Boltz eingangs. Dabei sind die Zukunftspläne und –strategien der Gazprom von entscheidender Bedeutung, gerade auch für die österreichische und europäische Versorgungssicherheit.

Seit über vier Jahrzehnten beliefert die Gazprom den österreichischen Gasmarkt. Mehr als ein Viertel des europäischen Gasbedarfs wird inzwischen vom russischen Weltmarktführer abgedeckt. Aus österreichischer Sicht blickt man auf eine langjährige, intensive Zusammenarbeit zurück, die durch neue Projekte und Abkommen weitergeführt wird. Auch Key-Note-Speaker Alexander Medvedev sieht in den Beziehungen zwischen Österreich und Gazprom einen großen Erfolg.

Österreich als strategischer Knotenpunkt

Der Exportrückgang von Gazprom als Folge der Gaskrise Anfang 2009 hat dazu geführt, dass die Pipelineprojekte North-stream und South-stream vorangetrieben werden. Russland und Österreich haben Ende April einen Staatsvertrag zum Projekt South-stream unterfertigt.
Neben der Etablierung alternativer Transportrouten sollen vor allem die Gasspeicher der Gazprom in Süd-, Mittel- und Westeuropa ausgebaut werden, um flexibler agieren zu können. Von diesen Plänen zum Ausbau ist besonders der Gazprom-Speicher im oberösterreichischen Haidach betroffen, dessen Kapazität auf insgesamt 2,4 Mrd. Kubikmeter verdoppelt werden soll.

Europäische Gasversorgung wichtiges Zukunftsthema
Durch die bessere Vernetzung der EU-Mitgliedstaaten, die Einführung einheitlicher, verbindlicher Regeln für einen integrierten Energiemarkt, und die koordinierte Zusammenarbeit der Staaten ist die EU auf dem Weg zu einer zukunftsweisenden Energiepolitik.

Von der Umsetzung des dritten EU-Binnenmarktpakets werden auch nationale Kooperationen mit einzelnen Exportländern betroffen sein. Die Bündelung der Interessen der EU-Mitglieder wird künftig in einer gemeinsamen europäischen Energiepolitik münden, was angesichts anstehender Verhandlungen über Klima, Ressourcen und Abkommen mit Exportländern besonders wichtig ist.

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Alle Bilder Anna Rauchenberger

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