Sicherstellung der Drucksituation in Oberkappel

Die West-Austria-Gasleitung (WAG), als Transportverbindung zwischen dem slowakischen Transportsystem und dem deutschen MEGAL System kann im bidirektionalen Betrieb genutzt werden. In der Vergangenheit lag der hydraulische Druck an der deutsch-österreichischen Grenze in Oberkappel unabhängig von der Transportrichtung auf einem Niveau von mehr als 60 bar. Um dieses technisch vorhandene Druckniveau den Transportkunden in beiden Systemen auch weiterhin zur Verfügung stellen zu können, haben die Fernleitungsunternehmen gemäß § 31 a Abs 2 Z 1 Gaswirtschaftsgesetz (GWG) die Aufgabe, mit dem Betreiber der verbundenen Leitungs-Anlage über die Übergabe- und Übernahmemodalitäten Vereinbarungen zu schließen".

Anlässlich der Entscheidung der Energie Control Kommission vom 2.3.2011 die vertragliche Absicherung des bisher dargestellten Druckniveaus als Projekt der Langfristigen Planung nicht zu genehmigen und um zu vermeiden, dass eine Reduzierung des Anlieferungsdrucks vor allem bei der im Frühjahr beginnenden Einspeicherung zu Einschränkungen führt, ist darauf hinzuweisen, dass BOG GmbH als verantwortlicher Netzbetreiber für die WAG auf österreichischer Seite mit Open Grid Europe GmbH bzw. GRTgaz Deutschland GmbH auf deutscher Seite ein „Pressure Service Agreement“ zur vertraglichen Absicherung der bisher geübten Drücke vereinbaren wird. Dadurch kann die AGGM weiterhin die auf gesicherter und einschränkbarer Basis zugeordnete Einspeisekapazität in Oberkappel abwickeln. Kosten, die durch das „Pressure Service Agreement“ bei BOG GmbH entstehen können, sind durch die mit Methode gem. § 31 h GWG genehmigten Tarife der BOG GmbH abzudecken.