Smart Metering Studie veröffentlicht

Die neue Strom-Richtlinie (RL 2009/72/EG) sieht in ihrem Anhang vor, dass „intelligente Messsysteme“ eingeführt werden. Die Einführung dieser Messsysteme kann einer wirtschaftlichen Bewertung unterzogen werden, bei der alle langfristigen Kosten und Vorteile für den Markt und für die einzelnen Verbraucher geprüft werden.

Vor diesem Hintergrund hat sich die E-Control dazu entschlossen, eine umfassende volkswirtschaftliche Betrachtung eines möglichen flächendeckenden, einheitlichen Smart Metering Roll-outs beim Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers in Auftrag zu geben. Deren zentrale Ergebnisse wurden am 16. Juni im Rahmen einer Informationsveranstaltung erstmals präsentiert.

Die Analyse wurde für folgende Marktakteure durchgeführt: Konsumenten (Haushalt, Gewerbe, Landwirtschaft im Strombereich), Netzbetreiber und Lieferanten. Daneben wurden noch Effekte auf das Marktmodell und den Wettbewerb in die Analyse miteinbezogen. Die Berechung der Effekte auf die untersuchten Marktteilnehmer wurde mit
einer volkswirtschaftlichen Kosten-Nutzen-Analyse durchgeführt. Zusätzlich dazu wurden noch makroökonomische Analysen hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Effekte (Beschäftigungseffekte, BIP usw.) erstellt.

Bei der Kosten-Nutzen-Analyse – die sowohl direkte Effekte (Investitionskosten, Betriebskosten) als auch indirekte Effekte (Energieeinsparung, CO2 Einsparung, Zeiteinsparung usw.) berücksichtigt – wurden insgesamt vier verschiedene Szenarien für die Einführung von Smart Metering (Strom und Gas) definiert, die sich durch unterschiedliche Einführungszeiträume bzw. unterschiedliche Flächenabdeckungen unterscheiden.

Die Berechnungen zeigen, dass in allen vier Szenarien ein positiver Gesamteffekt erzielt werden kann. Aus dem Vergleich geht hervor, dass eine Einführung der intelligenten Stromzähler von 2011 bis 2015 bzw. der intelligenten Gaszähler von 2011 bis 2017 mit einem Flächendeckungsgrad von 95% den größten positiven gesamtwirtschaftlichen Effekt aufweist – einen Nettonutzen von EUR 556 Mio.

Die Studie ist nunmehr veröffentlicht und einsehbar: