Kosten & Förderungen

Strom aus erneuerbaren Energieträgern – wie Wind, Biomasse und Sonnenenergie (Photovoltaik) – ist teurer als Strom, der aus der konventionellen Erzeugung mit fossilen Energieträgern – wie Gas und Kohle – oder aus bestehenden großen Wasserkraftwerken gewonnen wird.

Zu erklären ist dieser höhere Preis mit den höheren Erzeugungspreisen. Diese Erzeugungspreise setzen sich aus höheren Technologiekosten bei der Energieumwandlung und bei den rohstoffabhängigen Erzeugungsarten aus den höheren Kosten für diese Rohstoffe (z.B. Energieholz, Getreide, Ölpflanzen) zusammen. Die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energieträgern wird daher finanziell gefördert. Dieses Fördersystem schlägt sich in weiterer Folge auf den Strompreis beim Endkunden nieder. Allerdings wird nicht jede Art von Ökostrom nach dem Ökostromgesetz finanziell gefördert, so ist beispielsweise die Großwasserkraft davon ausgenommen.

Finanzierung der Kosten der Ökostromförderung

Mit Juli 2012 trat das neue Ökostromgesetz 2012 in Kraft und brachte einen neuen Aufbringungsmechanismus für die Kosten der Ökostromförderung mit sich. Dieser neue Aufbringungsmechanismus sieht einen Ökostromförderbeitrag vor, der bei den Netzgebühren gesondert ausgewiesen wird. Daneben wird noch die separat bei den Netzkosten ausgewiesene Ökostrompauschale (vormals Zählpunktpauschale) in Höhe von 33,- Euro je Zählpunkt, also je Zähler eingehoben.

 

Niedrigere Ökostromförderkosten senken die Stromrechnung

Die neue Verordnung für die Ökostromförderkosten bringt den heimischen Haushalten eine Kostenerleichterung. 2017 zahlte ein heimischer Haushalt für die Ökostromförderung, unter anderem Ökostrompauschale und Ökostromförderbeitrag, bei einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden rund 100 Euro brutto, im kommenden Jahr wird dieser Betrag bei rund 90 Euro brutto liegen. 2016 betrugen die Ökostromförderkosten für einen Durchschnittshaushalt mit noch rund 120 Euro im Jahr inklusive Steuern.

Auch die Ökostrompauschale, die alle drei Jahre neu festgelegt werden muss, wird für Haushaltkunden im Jahr 2018 sinken. Und zwar von 33 Euro pro Jahr auf 28 Euro pro Jahr.  „Das ist für die österreichischen Stromkunden natürlich eine erfreuliche Nachricht. Jener Rechnungsteil 'Steuern und Abgaben', der die Ökostromkosten beinhaltet, wird sich aus heutiger Sicht immerhin um 8 Prozent verkleinern.“, freut sich der Vorstand der Regulierungsbehörde E-Control, Wolfgang Urbantschitsch. Dieser deutliche Rückgang bei den Ökostromförderkosten ergibt sich vor allem aufgrund von Mehreinnahmen der Ökostromabwicklungsstelle OeMAG in der Vergangenheit, wobei es sich jedoch um einen Einmaleffekt handelt.

Entwicklung der Ökostromförderkosten für einen Durchschnittshaushalt

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Ökostrompauschale für Haushalte bis 2017 und 2018

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