Das Kyoto-Protokoll

Auf supranationaler Ebene war bisher das Kyoto-Protokoll das zentrale klimapolitische Ziel. Alle Mitgliedsländer der EU haben sich im Rahmen eines Burden-Sharing-Prozesses zu einem individuellen Klimaschutzziel verpflichtet.

Für Österreich gilt: eine Reduktion der Treibhausgasemissionen bis zur sogenannten Kyoto-Periode um 13 % gegenüber dem Basiswert im Jahr 1990. Zur Zielerreichung wurden in der österreichischen Klimastrategie eine Vielzahl von Instrumenten und Maßnahmen definiert, die von der Sanierung von Wohngebäuden über Verkehrsmaßnahmen, Optimierung von Strom- und Wärmerzeugungsprozessen bis hin zu der Förderung von erneuerbaren Energietechnologien alle wesentlichen Bereiche umfassen.

Die Ergebnisse aus diesen Bemühungen waren bisher jedoch noch nicht zielführend. Die aktuellsten Werte zeigen, dass die Treibhausgasemissionen in Österreich deutlich über dem ursprünglichen Kyoto-Zielwert liegen – nämlich bei 91,1 Mio. t bzw. 15 % höher als der Basiswert von 1990.

Die Endenergie-Effizienz-Richtlinie

Weiterer Kernpunkt der europäischen Energiepolitik ist die Endenergieeffizienz-Richtlinie. Diese besagt, dass bis zum Jahr 2016 die Effizienz beim Endenergieeinsatz um 9 % gegenüber 2006 gesteigert werden sollte. Diese Vorgabe zielt somit nicht auf eine „echte“ Energieverbrauchsreduktion in absoluten Zahlen ab, sondern bezieht sich auf einen effizienteren Einsatz, z.B. mehr km mit dem Auto bei gleichem Tankinhalt.

Nicht zuletzt wird das Ziel verfolgt, den Anteil der erneuerbaren Energien in Europa weiter deutlich zu steigern. Dies betrifft sowohl den energetischen Endverbrauch (z.B. beim Heizen, Biotreibstoffe im Tank) als auch die Umwandlungsprozesse bei der Erzeugung von Strom und Wärme.

Wichtig: die einzelnen Ziele bzw. deren Erreichung sind eng miteinander verknüpft. Die Maßnahmen und Instrumente zur Steigerung der Energieeffizienz tragen nicht zuletzt direkt und indirekt zu den Klimaschutzzielen bei. Ebenso ist der Anteil der Erneuerbaren ein zentrales Element zur Reduktion der CO2-Emissionen.