Relaunch: E-Control Tarifkalkulator für Strom und Gas – mobil und mit zukunftsweisenden Funktionen

null Der neue Tarifkalkulator: mehr Transparenz in einem komplexen Energiemarkt

 Der neue Tarifkalkulator: mehr Transparenz in einem komplexen Energiemarkt

Vor genau 16 Jahren ging die E-Control mit der ersten Preisvergleichsseite für Stromangebote in Österreich online. Seither hat sich sowohl am Strom- und Gasmarkt, als auch technologisch sehr viel getan. Neue Lieferanten, neue Preismodelle und Angebotsausformungen wetteifern um die Kundschaft. Rund 150 Stromanbieter und über 40 Gasanbieter sind im Jahr 2017 in Österreich aktiv. Ein durchschnittlicher Haushaltskunde in Wien kann aktuell unter mehr als 115 Angeboten auswählen. Und auf technischer Seite ist das Internet mobil geworden. Ob am Smartphone oder mit dem Tablet, moderne Internetangebote müssen überall verfügbar sein. Der neue Tarifkalkulator stellt sich diesen Anforderungen.  

Was ist neu am neuen Tarifkalkulator?

Mit oder ohne einmalige Wechselrabatte: Die Auswahl, ob Verbraucher den Vergleich unter Berücksichtigung allfälliger, einmaliger Wechselrabatte bzw. Neukundenrabatte starten oder diese nicht berücksichtigen möchten, ist im neuen Tarifkalkulator direkt unter das Eingabefeld für den Jahresverbrauch gerückt. Diese Entscheidung, die ja einigen Einfluss auf die angezeigten Preise und die Reihung der Produkte hat, kann somit kaum übersehen werden und ist ihrer Relevanz entsprechend platziert.

Berechnung über zwei oder drei Jahre: Als zusätzliche Entscheidungshilfe, gerade mit Blick auf die Neukundenrabatte, ermöglicht der Tarifkalkulator jetzt auch einen Preisvergleich für einen Zeitraum von zwei oder drei Jahren. Denn fvon einem sehr hohen Neukundenrabatt profitiert ein Haushalt in Summe schließlich auch dann noch, wenn der Rabatt im zweiten Jahr wegfällt, solange der Energiepreis dann nicht so hoch ist, dass er den Preisvorteil aus dem ersten Jahr vollständig wettmachen würde. So macht es für Verbraucher viel Sinn, sich anzusehen, mit welchem Angebot sie in Summe über einen längeren Zeitraum am besten fahren.

Photovoltaik (PV) Überschusseinspeisung: Bereits seit einiger Zeit erreichen uns  zunehmend Anfragen von Haushalten, die über eine eigene PV-Anlage verfügen und die sich fragen, wie sie zu einem aussagekräftigen Vergleich der Energieunternehmen kommen, denen sie gleichzeitig Strom ver- und abkaufen. Deshalb war es uns sehr wichtig, hier eine neue Funktionalität im Tarifkalkulator zu PV-Informationen anzubieten. Dabei variieren die Preise natürlich von Unternehmen zu Unternehmen sowohl auf der Verkaufs- wie auf der Abnahmeseite.  

Abb.: Anfrage zu PV-Anlage

Abb.: Anfrage zu PV-Anlage vergrößern

Der neue Tarifkalkulator liefert nun auch Entscheidungsgrundlagen für diese Haushalte. Zusätzlich zum eigenen Verbrauch muss dafür lediglich die Strommenge in kWh eingetragen werden, die jährlich ins Netz eingespeist wird, sowie die Nennleistung der PV-Anlage in kWp (Kilowatt-Peak). Die eingespeiste Strommenge finden die „Prosumer“, ebenso wie ihren Jahresverbrauch, am einfachsten auf ihrer letzten Jahresabrechnung. Der Tarifkalkulator berechnet dann zu jedem Anbieter, der PV-Strom abnimmt, die entsprechende Vergütung und zieht diese von den Energiekosten ab. In der Reihung ist dann sofort zu sehen, welches Angebot in Summe individuell das günstigste ist.

Abb.: Tarifkalkulator-Abfrage

Abb.: Tarifkalkulator-Abfrage vergrößern

Smart-Meter-Produkte: Künftig haben Verbraucher die Möglichkeit, mithilfe der Intelligenten Zähler zu bestimmten Tageszeiten Strom zu unterschiedlichen Preisen zu beziehen. Die Darstellung von Produkten, die diese Möglichkeit anbieten, ist eine weitere Neuheit im Tarifkalkulator. Haushalte können hier dann zum einen Kosten sparen, zum anderen dadurch dazu beitragen, Verbrauchsspitzen im Netz zu senken und so das System insgesamt zu unterstützen. Neben tageszeitlich unterschiedlichen Preisen können auch Produkte angeboten werden, die beispielsweise zwischen einzelnen Wochentagen und  Wochenenden, Sommer, Winter und Übergangszeiten unterscheiden.

Da die Einführung der Smart Meter gerade erst begonnen hat, ist die Zahl solcher Angebote noch nicht allzu groß. Branchenweit wird hier jedoch erwartet, dass die meisten Lieferanten Produkte mit zeitabhängigen Energiepreisen in ihre Angebotspalette aufnehmen werden, sobald eine größere Abdeckung mit Smart Metern erreicht ist.Wir bieten mit dem Tarifkalkulator so die erste Preisvergleichsplattform, die auf diese Entwicklung bereits vorbereitet ist und den Verbrauchern schon jetzt die Möglichkeit gibt, diese neuen Tarife zu verstehen.

Selbst dann, wenn im eigenen Haushalt noch gar kein neuer Zähler vorhanden ist, können Interessierte jetzt mit dem Tarifkalkulator ausprobieren, wie sich verschiedene Angebote und das eigene Stromverbrauchsverhalten auf die Energiekosten auswirken kann. Die ersten bekannten Tarife zeigen Einsparungen von rd. 80 €/Jahr gegenüber Standardtarifen des gleichen Anbieters (1).

Das eigene Lastprofil
Um einen Vergleich der Angebote unter Berücksichtigung des eigenen Verbrauchsverhaltens anzustellen, gibt es für die Nutzer des neuen Tarifkalkulators zwei Möglichkeiten: sie können ihr eigenes, tatsächliches Lastprofil verwenden, sofern sie bereits einen Smart Meter haben und ein Lastprofil aus dem Internetportal ihres Netzbetreibers herunterladen können. Dies wird derzeit noch nur recht wenigen möglich sein.

Als zweite Möglichkeit bietet der Tarifkalkulator Vorlagen an. Das sind künstlich erzeugte Lastprofile, unter denen die Stromkunden auswählen können, welches ihrem eigenen Verbrauchsverhalten am nächsten kommt. Beispielsweise Haushalte, die wochentags eher abends aktiv sind und am Wochenende gleichmäßig über den Tag verteilt. Oder solche, die wochentags sowohl morgens, als auch abends mehr Strom verbrauchen und am Wochenende dafür eher abends etc.
Diese künstlichen Lastprofile wurden vom AIT (Austrian Institut of Technology) für uns erhoben und wissenschaftlich berechnet.

Hier können Sie sich die verschiedenen Lastprofile ansehen

Weitere neue Features: Nutzer können sich mit dem neuen Tarifkalkulator alternativ zum Brutto-Jahresgesamtpreis für Strom und Gas jetzt auch den Brutto-Preis für eine Kilowattstunde (kWh) anzeigen lassen - eine an Hotline und über Soziale Medien häufig gestellte Frage. Weiters ist es möglich, nur die Energiekosten, separiert in Arbeitspreis (netto) und Grundpauschale (netto), ausgehend vom eingegebenen Verbrauch darstellen zu lassen.    

Auf den Detailansichten zu jedem Produkt ist eine neue, grafische Darstellung hinzugefügt worden, die den Preisverlauf des entsprechenden Produktes zeigt. Hier können die Anwender die letzten 12, 24 oder 36 Monate aufrufen. Gerade bei den sogenannten „Floatern“, also Produkten mit automatischer Preisanpassung an bestimmte Indizes, ist dies eine wertvolle Information, um diese Angebote zu vergleichen.

Zu der bisherigen Filterpallette, mit der die Ergebnisliste nach bestimmten Vorlieben eingeschränkt werden kann, sind neue Filter für „Strom aus Österreich“ (laut Stromkennzeichnung) und für „Rabatte in Sach- und Dienstleistungen“ hinzugekommen. Die neue Kennzeichnung „Strom aus Österreich“ gibt einen sicheren Hinweis darauf, ob nur Herkunftsnachweise aus Österreich eingesetzt wurden. Dies entspricht dem Wunsch der Kunden nach regionaler Versorgung.

Schließlich haben die Nutzer beim neuen Tarifkalkulator jetzt auch die Möglichkeit, ihre Abfragen abzuspeichern und zu einem späteren Zeitpunkt mit genau den gewünschten Parametern erneut abzufragen. Gerade beispielsweise für Stromkunden, die über einen zweiten Zähler z.B. für eine Wärmepumpe verfügen und die vielleicht auch noch Überschusseinspeiser aus einer PV-Anlage sind, dürfte diese Funktion recht praktisch sein, da sie das wiederholte Eingeben aller notwendigen Angaben ersparen.

Aber auch für Haushalte, die nur eine einfache Abfrage machen und dazu neben ihrer Postleitzahl nur einen Jahresverbrauch einzugeben brauchen, kann ein Abspeichern hilfreich sein, da sich damit auch Benachrichtigungen per E-Mail einrichten lassen. Sei es, im Fall einer Preisänderung oder einfach nach einem Jahr, um daran erinnert zu werden, einmal wieder die Angebote zu vergleichen.

 

(1) Berechnungsbasis: Abfrage PLZ im Netzbereich Oberösterreich/Linz, Lastprofil Vorlage – Wohnung werktags Abendspitze und Wochenende Mittagsspitze, Stromverbrauch 3.500 kWh, Standardprodukt ist das meistgenutzte Produkt eines Lieferanten.)

 

Der neue Tarifkalkulator der E-Control: www.e-control.at/tarifkalkulator
Der neue Gewerbe-Tarifkalkulator: www.e-control.at/gewerbetarifkalkulator