E-Control: „Verbrauchsanstieg bei Strom, Rückgang bei Gasverbrauch“

Verbrauchsanstieg bei Strom im September um 1,2 %,
Gasverbrauch um 6,6% gesunken


Endverbrauch bei Strom im Sommer in etwa gleichgeblieben
Bei der Abgabe an Endverbraucher (Endverbrauch) im Bereich der Gesamten Elektrizitätsversorgung Österreichs (inkl. geschätzter Klein- und Kleinstanlagen) war im September 2025 mit 5,16 TWh ein Anstieg um 1,2% gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres zu verzeichnen. 
Für die Sommermonate April bis September 2025 ergibt sich damit ein Verbrauchanstieg um 0,8% gegenüber dem Vorjahreswert.

Deutlich weniger Stromerzeugung aus Wasserkraft 
Im Berichtsmonat September 2025 wurde mit 5,51 TWh um 0,79 TWh oder 12,5% weniger Strom erzeugt als im Vorjahr. Die Stromproduktion aus Wasserkraft sank dabei um 19,9% auf rund 3,2 TWh. Auch bei der Windkraft war ein starker Rückgang um 29,5% zu verzeichnen. Photovoltaikanlagen produzierten hingegen schätzungsweise um 27,7% mehr Strom als im Vorjahr und auch der Einsatz der Wärmekraftwerke stieg im September um 8,4%.
Im Sommerhalbjahr 2025 wurde insgesamt mit 37,6 TWh um 9,1% weniger Strom produziert als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Hauptverantwortlich für den Rückgang waren die im Vergleich zum Sommer des Vorjahres wesentlich schlechteren Erzeugungsmöglichkeiten der Wasserkraftwerke. So lag der Erzeugungskoeffizient in den Sommermonaten mit einer Ausnahme im August deutlich unter den Vorjahreswerten und auch der Speicherinhalt der Großspeicher war vergleichsweise deutlich niedriger. Es sanken die Laufkrafterzeugung um 21,4% und jene der Speicherkraftwerke um 21,2%. Die Stromproduktion aus Wärmekraftwerken stieg im selben Zeitraum um 5,8%, jene der Windkraftwerke um 9,7% und Photovoltaikanlagen erzeugten schätzungsweise sogar um 28,5% mehr Strom als im Sommer 2024.

Mehr Importe, weniger Exporte bei Strom
Beim physikalischen Stromaustausch mit dem benachbarten Ausland war im September 2025 bei den Importen mit 1,96 TWh ein Anstieg um 23,4% zu verzeichnen. Die Exporte lagen gleichzeitig mit 1,5 TWh um 22,3% unter dem Vorjahresniveau. 
In den Sommermonaten April bis September 2025 wurde saldomäßig um rund 1,4 TWh mehr Strom exportiert als importiert.



Gasverbrauch im Sommer gestiegen
Mit rund 3,7 TWh wurde im September 2025 um 6,6% weniger Gas von den österreichischen Endkunden verbraucht als im Vergleichsmonat des Vorjahres.
Die inländische Produktion (inkl. Einspeisung biogener Gase) sank im selben Zeitraum mit 0,45 TWh um 4,2% unter das Vorjahresniveau.
Im den Sommermonaten April bis September 2025 wurde mit rund 23,2 TWh um 0,75 TWh oder 3,3% mehr Gas an Endkunden abgegeben als im Sommer 2024.

Speicherinhalt deutlich höher als Gasverbrauch im letzten Winter
Im September 2025 wurde mit 3,8 TWh um 20,8% weniger Gas aus den österreichischen Speichern entnommen als im September 2024 und mit 7,9 TWh wurde um 41,0% mehr Gas in die Speicher eingelagert.
Der Speicherinhalt lag am Ende des Berichtsmonats September 2025 mit rund 85,6 TWh zwar um etwa 9,4% unter dem Vergleichswert des Vorjahres, liegt damit aber deutlich über dem gesamten Gasverbrauch des letzten Winters von 57,7 TWh.

Mehr Importe und Exporte
Die physikalischen Importe aus dem benachbarten Ausland lagen im September 2025 mit 14,41 TWh um 2,4% über dem Vergleichswert des Vorjahres. Gleichzeitig war bei den Gasexporten mit 6,92 TWh ein Rückgang um 28,4% festzustellen.
Im Sommer 2025 lag der Importsaldo mit rund 63,3 TWh um rund 50% über dem Vergleichswert des Jahres 2024 von 42,2 TWh.
 


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