Häufige Fragen und Antworten zu Smart Meter

Welche Vorteile bringen Smart Meter?

  • Regelmäßige Kosten- und Verbrauchsinformationen
  • Transparente und nachvollziehbare Stromrechnungen (keine Überraschung durch hohe Nachzahlungen bei der Jahresabrechnung)
  • Klarheit bei Verbrauchsabgrenzungen, z.B. bei Lieferantenwechsel, Übersiedlung
  • Unterstützung von zukunftsträchtigen Gebäudekonzepten (Stichwort: Homeautomation)
  • Schnellere Einschaltung des Stroms bei Einzug (Kein langes Warten, bis der Netzbetreiber vor Ort den Zähler einschaltet. Lästige Terminvereinbarungen entfallen.)

Verbrauchen Smart Meter mehr Energie als die alten Ferraris-Zähler?

Smart Meter brauchen um fünf bis acht Prozent weniger Strom als die derzeit benutzten Anlagen – vorausgesetzt, die Daten der Kunden werden gesammelt übertragen. Das besagt eine Untersuchung der Technischen Universität Graz. Die reinen Messgeräte selbst (ohne Kommunikation) verbrauchen ohnehin großteils weniger Strom als bisherige analoge Ferrariszähler.

Wichtig ist jedoch, dass die Daten der Messgeräte nicht einzeln übermittelt werden, sondern eine effiziente Kommunikationsinfrastruktur aufgebaut wird, um alle Synergien zu nutzen und den Stromverbrauch dadurch so gering wie möglich zu halten. Wenn etwa schon bestehende Infrastrukturen (Glasfaserkabel u.ä.) genutzt werden - was häufig möglich ist - dann ist der zusätzliche Stromverbrauch kaum mehr messbar.

Zu beachten ist auch, dass bei der heutigen Ablesung vor Ort viel Energie für die Fahrt zu fünf Millionen Zählern verbraucht wird (Sprit etc.). Diese Energiekosten entfallen beim Smart Meter gänzlich. Bei einem effizienten Roll-out der Kommunikationsinfrastruktur kann der Eigenverbrauch von Smart Metering-Systemen im Vergleich zum Status quo sogar substantiell sinken.

Kann ich als Konsument den Einbau eines Smart Meters ablehnen? (Opt Out)

Kunden haben die Möglichkeit, beim Netzbetreiber den Wunsch zu äußern, kein intelligentes Messgerät zu erhalten (Stichwort Opt Out) – wie jedoch mit diesem Wunsch im Einzelfall umgegangen wird, obliegt dem Netzbetreiber.

Die Netzbetreiber sind durch Verordnung des Wirtschaftsministers dazu verpflichtet, bis Ende 2019 jedenfalls 95 % aller Endverbraucher mit intelligenten Messgeräten auszustatten. Ein dezidiertes, generelles Widerspruchsrecht gegen den Einbau von Smart Meter für alle Kunden existiert nicht.

Erhöhen Smart Meter die Strahlenbelastung?

Digitale Zähler sind gesundheitlich unbedenklich. Die Strahlenbelastung durch die Geräte liegt weit unter den Grenzwerten. Anders als beim Mobilfunk besteht beim Betrieb drahtloser Smart Meter kein Körperkontakt zu Personen. Während das Handy beim Telefonieren am Kopf bzw. unterwegs in der Hosentasche am Körper ist, ist der Smart Meter in einem Kasten o.ä. und beim Betrieb nicht in Körperkontakt mit einer Person. Zudem werden die Zähler nicht dauernd ausgelesen und Funkverbindungen deshalb nur zeitweise aufgebaut.

Das deutsche Bundesamt für Strahlenschutz geht davon aus, dass die von Smart Meter verursachten Strahlenbelastungen weit unter den Grenzwerten liegen werden. Nach aktuellem Wissensstand können daher negative Auswirkungen auf Hilfsgeräte, wie zum Beispiel Herzschrittmacher, mit hoher Sicherheit ausgeschlossen werden. Die Gesundheit wird durch den Betrieb der Geräte nicht gefährdet.

Weitere Informationen des deutschen Bundesamts für Strahlenschutz: 
http://www.bfs.de/DE/themen/emf/hff/anwendung/smart-meter/smart-meter.html

Kann man durch Smart Meter erfahren, welches Fernsehprogramm angesehen wird?

Um das Fernsehprogramm erkennen zu können, wäre eine sekundengenaue Ablesung nötig. In Österreich werden die Daten aber nur alle Viertelstunden ausgelesen. (Und selbst diese Viertelstundenwerte dürfen nur mit ausdrücklichem Einverständnis des jeweiligen Konsumenten ausgelesen und beim Netzbetreiber gespeichert werden.) Mit diesen Daten lässt sich kein Fernsehverhalten nachweisen.
In der Industrie sind im Übrigen seit Jahren problemlos Lastprofilzähler im Einsatz, die Viertelstunden-Werte messen können.

Wie geht es jetzt mit meinem Zähler weiter?

Für die Zähler ist schon immer Ihr Netzbetreiber zuständig und bleibt es auch weiterhin. Fast alle großen Netzbetreiber in Österreich bereiten sich schon seit einiger Zeit auf die Einführung der neuen Zähler vor, etliche haben auch schon groß angelegte Pilotprojekte umgesetzt. 

Viele Netzbetreiber haben daher auch bereits umfassende Informationen für Ihre Kunden auf Ihren Websites. Hier finden Sie die Links zu den entsprechenden Informationsseiten der großen Netzbetreiber in Österreich, sofern vorhanden. Sollte sich Ihr Netzbetreiber nicht darunter finden, so finden Sie den Kontakt zu Ihrem Netzbetreiber auf jeden Fall auf Ihrer Stromrechnung. Eine Liste aller Netzbetreiber in Österreich finden Sie auch hier im Tarifkalkulator.

Smart Meter Informationen der Netzbetreiber

Wiener Netze: http://www.wienernetze.at/...
Netz Oberösterreich: http://www.energieag.at/eag_at/page/284094835607631929_0_720348139707081579,de.html
Kärnten Netz: http://www.kaerntennetz.at/content/fragen-und-antworten-963.html
Stromnetz Steiermark: http://www.stromnetzsteiermark.at/...
Vorarlberg Netz: http://www.vorarlbergnetz.at/... 
Netz Burgenland: http://www.netzburgenland.at/kundenservice/smart-metering/smart-metering.html