Weiterentwicklung des Marktmodells
Das bestehende Marktmodell im Bereich Erdgas sollte aus Anlass der Umsetzung des 3. Binnenmarktpakets fortentwickelt werden. Dabei gilt es, die Vorgaben des EU-Rechts einzuhalten, gleichzeitig jedoch die bewährten Elemente des bestehenden Systems, wie etwa das Bilanzgruppenmodell oder das Rucksackprinzip, zu bewahren.Das EU-Recht hat die Schaffung eines liquiden Großhandelsmarktes zum Ziel. In Abweichung vom bisherigen System in Österreich ist, jedenfalls auf den Fernleitungen, ein transportpfadunabhängiges Entry-Exit-Tarifmodell zu implementieren. Überdies hat eine Integration des Transit- und Inlandsmarktes (freie Handel- und Zuordenbarkeit) stattzufinden. Die Anzahl der für das Entry-Exit-Modell maßgeblichen Marktgebiete orientiert sich an den technischen Vorgaben (physische Netzverbindung) und der wirtschaftlichen Umsetzbarkeit. Ziel ist es, dass der gesamte geographische Bereich der bestehenden Regelzone Ost durch ein Marktgebiet abgedeckt wird. Weiters ist anzustreben, die vom CEGH derzeit angebotenen Handelsdienstleistungen bestmöglich in das Marktgebiet zu integrieren.
| Ausgestaltung des Marktmodells Diskussionsgrundlage zur Vorbereitung der Umsetzung des 3. Binnenmarktpakets im Gasbereich, Stand 12.11.2010 3rd_Energy_Package_Marktmodell_Gas_10112010clean.pdf - 102.7kB |