Wissenswertes zum Thema Energieverbrauch

Wie in allen westlichen Industrieländern ist auch in Österreich der Energieverbrauch nach wie vor von den fossilen Energieträgern Öl, Kohle und Gas bestimmt. Zwar ist der Anteil der erneuerbaren Energien in Österreich höher als in den meisten anderen Ländern der EU, aber trotzdem liegt der Anteil der fossilen Energieträger am gesamten Energieverbrauch (bezogen auf die verwendete Primärenergie) bei rund 75 % (vgl. Abbildung 1).

Abb. 1: Energieträgermix in Österreich im Jahr 2007 Quelle: Statistik AustriaAbb. 1: Energieträgermix in Österreich im Jahr 2007 Quelle: Statistik Austria
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Abgesehen von einigen kurzfristigen klima- und wirtschaftsbedingten Verbrauchsrückgängen ist die Nachfrage nach Energie in der Vergangenheit stetig angestiegen (vgl. Abbildung 2). Im Jahr 2007 lag der Energieverbrauch in Österreich um fast 80 % über dem Niveau von 1970.

Abb. 2: Bruttoinlandsverbrauch in Österreich in TJ (Terrajoule) von 1970 bis 2007 Quelle: Statistik AustriaAbb. 2: Bruttoinlandsverbrauch in Österreich in TJ (Terrajoule) von 1970 bis 2007 Quelle: Statistik Austria
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Untersucht man die einzelnen Bereiche Haushalte, Industrie und Gewerbe, Verkehr und Landwirtschaft, so zeigt sich, dass ein Ansteigen des Energieverbrauchs für alle wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereiche festzustellen ist. (vgl. Abbildung 3).

Abb. 3: Energieverbrauch gegliedert nach Sektoren in TJ von 1970 bis 2007 Quelle: Statistik AustriaAbb. 3: Energieverbrauch gegliedert nach Sektoren in TJ von 1970 bis 2007 Quelle: Statistik Austria
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Der höchste Anteil an Energie wird vom Verkehr verbraucht (35 %), gefolgt vom produzierenden Gewerbe mit 29 % und den Haushalten mit 24 %.

Rund 30 % der Energie wird für die Bereitstellung von Raumwärme gebraucht. Ein weiteres Drittel des Energieverbrauches kann man Verkehrszwecken zuordnen und der Rest verteilt sich auf die verschiedensten Anwendungen: von Prozesswärme in der Industrie über den Betrieb von Standmotoren, Haushaltsgeräten, Warmwasser bis hin zu Unterhaltungsgeräten, Beleuchtung und Bürogeräten.

Fokus: Haushalte

Der Energieverbrauch der Haushalte ist in der Vergangenheit stetig gestiegen (vgl. Abbildung 5), kurzfristige Energieverbrauchsrückgänge sind großteils nur auf klimatische Bedingungen zurück zu führen. So lag im Jahr 2007 der Verbrauch um 52 % über dem Niveau von 1970.

Abb. 4: Energieverbrauch der Haushalte in TJ von 1970 bis 2007 Quelle: Statistik AustriaAbb. 4: Energieverbrauch der Haushalte in TJ von 1970 bis 2007 Quelle: Statistik Austria
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Drei Viertel des Energieverbrauches in den privaten Haushalten wird für das Heizen verwendet! Das restliche Viertel verteilt sich auf die Bereiche Haushaltsgeräte und Warmwasser und nur zu sehr geringen Teilen auf EDV-Geräte und die Beleuchtung. (Abbildung 5)

Abb. 5: Energieverbrauch der Haushalte im Jahr 2006 nach Nutzkategorien Quelle: Statisitk AustriaAbb. 5: Energieverbrauch der Haushalte im Jahr 2006 nach Nutzkategorien Quelle: Statisitk Austria
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Obwohl Gebäudebestand und Gerätetechnologien in der Vergangenheit durchaus energieeffizienter geworden sind, steigt auf Grund einer Reihe anderer Faktoren der Energieverbrauch bei den privaten Haushalten beständig an. Ein Grund ist die stark wachsende Ausstattung der Haushalte mit Geräten aller Art. Standardgeräte wie Kühl- und Gefrierschränke oder Waschmaschinen u.s.w. sind bereits in nahezu 100 % aller Haushalte vorhanden. Aber auch die Zahl der Unterhaltungs- oder Bürogeräte sowie in letzter Zeit z.B. auch der Klimaanlagen wächst rasant.

In der Hauptsache ist jedoch die Wohnsituation an sich ausschlaggebend für den steigenden Energieverbrauch. Jährlich werden in Österreich mehr als 40.000 neue Wohneinheiten errichtet – Tendenz steigend. Die Wohneinheiten werden zudem immer größer. So ist die durchschnittliche Größe einer Wohneinheit zwischen 1995 und 2006 von rund 87 m² auf fast 98 m² angestiegen.

Nicht zuletzt sind also auch soziale und gesellschaftliche Phänomene ein entscheidender Faktor für die steigende Nachfrage nach Energie. Wie Abbildung 6 zeigt, gibt es einen starken Trend zu Ein-Personen-Haushalten. Und mehr Haushalte bedeutet mehr Energieverbrauch, auch wenn die Anzahl der Personen in den Haushalten nur gering ist.

Abb. 6: Anzahl der Haushalte – Gesamt und 1-Personen-Haushalte (Index 1996 = 100) Quelle: Statistik AustriaAbb. 6: Anzahl der Haushalte – Gesamt und 1-Personen-Haushalte (Index 1996 = 100) Quelle: Statistik Austria
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