Die Regionalen Initiativen im Strom- und Gasmarkt

Im Rahmen ihrer Zusammenarbeit auf EU-Ebene sind die europäischen Energieregulierungsbehörden zum Entschluss gekommen, zunächst die Schaffung regionaler Energiemärkte als Zwischenschritt zur Errichtung des europäischen Binnenmarktes für Energie anzustreben. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden 2006 mit der Unterstützung der Europäischen Kommission die Regionalen Initiativen ins Leben gerufen. Die Regionalen Initiativen vereinen nicht nur Energieregulierungsbehörden, sondern binden auch Regierungen und Marktteilnehmer ein und versuchen so, einen Konsens zur Zusammenarbeit zu finden, der auf einer breiten Basis steht.

Stromregionen

Die Regionalen Initiativen beinhalten sieben Stromregionen, in denen die Arbeit parallel voranschreitet. Die E-Control hat den Vorsitz der Region Zentral- und Osteuropa inne, in der auch die Tschechische Republik, Deutschland, Ungarn, Polen, die Slowakei und Slowenien Mitglieder sind.

Auch in der Stromregion Zentral- und Südeuropa ist Österreich durch die E-Control aktiv vertreten, ebenso wie in der Region Zentral- und Westeuropa, wo die E-Control Beobachterstatus hat. Diese Mitgliedschaft in mehreren Regionen soll gewährleisten, dass sie sich aufeinander zu bewegen, um letztlich den Zusammenschluss zum Binnenenergiemarkt zu bewirken.

Gasregionen

Ebenso wie im Strom streben die europäischen Energieregulierungsbehörden auch im Gas eine Schaffung regionaler Märkte an. Entlang der Hauptversorgungsrouten wurden hier die drei Regionen Süd-Südost, Nordwest und Süd definiert. Der Geschäftsführer der E-Control GmbH, DI Walter Boltz, ist auch Vorsitzender der Gasregion Süd-Südost, in der unter anderem auch die Bewilligung zur Errichtung der Nabucco-Pipeline abgestimmt wurde.