Energie und Umweltauswirkungen

Der Energieverbrauch steht in direktem Zusammenhang mit Umweltauswirkungen. Beim Verbrennungsprozess zur Energiegewinnung werden nachhaltige Umweltbelastungen verursacht. So zum Beispiel:

  • In Kraft- und Heizwerken sowie Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen zur Erzeugung von Strom und Wärme
  • Bei der Erzeugung von Raumwärme in Gebäuden
  • Bei industriellen Prozessen
     

Bei diesen Verbrennungsvorgängen werden je nach Energieträger - Mineralölprodukte, Kohle, Gas oder Biomasse - verschiedene Gase in unterschiedlicher Intensität frei. Es entstehen dabei auch diverse Abfallprodukte, die in weiterer Folge negative Auswirkungen auf die Natur, das Klima und auch auf den Menschen haben. Zu diesen Emissionen und Abfallprodukten zählen unter anderem Treibhausgase (CO2, Methan, etc.), Stickoxide (NxOx) und Feinstaub.

Der Treibhauseffekt

Die bekannteste negative Umweltauswirkung ist der so genannte Treibhauseffekt. Die hohe Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre ist nach wissenschaftlichen Erkenntnissen eine der Hauptursachen für den Klimawandel. Die durchschnittlichen Temperaturen auf der Erde erhöhen sich und es kommt zu nachhaltig negativen Effekten z.B. dem Abschmelzen der Pole, dem Abschmelzen von Gletschern, dem Anstieg der Meeresspiegel, dem Anstieg der Meerestemperatur, dem Aussterben von Pflanzen und Tieren und Wetterphänomenen wie sehr warme Winter, extreme Stürme etc.

Das Kyoto-Protokoll

Die meisten westlichen Staaten, bis auf die USA, haben sich im Rahmen des Kyoto-Protokolls zu einer Reduktion der Treibhausgase verpflichtet. Österreich hat das Ziel, in der Anrechnungsperiode 2008–2012 die Treibhausgasemissionen im Vergleich zum Jahr 1990 um 13 % zu reduzieren. Dieses Ziel soll im Wesentlichen sowohl durch die Forcierung von erneuerbaren Energieträgern, aber auch durch einen Rückgang des Energieverbrauchs erreicht werden. Aktuell sieht es allerdings so aus, dass Österreich, ebenso wie eine Reihe weiterer Länder, weit von diesem Ziel entfernt ist und bisher die Treibhausgasemissionen nicht reduzieren konnte.

Negative externe Effekte

Die Nutzung von Energie kann negative Umwelteffekte zur Folge haben. Diese Umwelteinflüsse werden negative externe Effekte genannt und beinhalten Kosten, die nicht direkt vom Nutzer getragen werden, sondern von anderen Personen bzw. von der Gesellschaft im Ganzen.

Ein Beispiel: Beim Gebrauch eines privaten PKW fallen dem Nutzer direkte Kosten an, wie beispielsweise der benötigte Treibstoff und das Fahrzeug an sich. Mit der Nutzung des PKW entstehen jedoch auch negative externe Effekte wie die Abgasbelastung, die Lärmbelastung usw. Zur Verminderung der externen Effekte, z.B. durch den Bau einer Lärmschutzwand, und zur Bezahlung der Folgekosten, wie etwa erhöhte Kosten im Gesundheitswesen, Beseitigung von Umweltschäden, etc. wird der einzelne PKW-Fahrer jedoch nicht herangezogen. Diese Kosten müssen durch die gesamte Gesellschaft über Steuern, Sozialabgaben, usw. getragen werden.

Ein geringerer Energieverbrauch trägt dazu bei, die negativen Effekte auf die Umwelt zu vermindern und die gesellschaftlichen Kosten zu verringern.

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